Tageszentrum Elixhausen

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Caritas und Land Salzburg eröffneten am 14. Jänner 2016 das Tageszentrum Elixhausen für Menschen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf.

Allgemeines

Fähigkeiten erhalten, Neues lernen und gegebenenfalls den Schritt in die Arbeitswelt tätigen. Das ist das Ziel des neuen Tageszentrums in Elixhausen für Menschen mit Behinderungen ab 18 Jahren. In Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg ist es erstmals gelungen, eine Einrichtung in der Nähe der Stadt Salzburg zu schaffen, die ein differenziertes Angebot für Menschen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf bietet. Die Klienten sollen nach Möglichkeit auch in das Gemeindeleben eingebunden werden. Für therapeutische Angebote und die laufende Betreuung werden dringend Spenden benötigt.

Im Zentralraum Salzburg gab es bislang noch keine vergleichbare Einrichtung für junge Menschen mit Behinderungen. Mit dem Tageszentrum Elixhausen ist nun ein Ort für die betreffenden Jugendlichen entstanden, an dem sie ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten vertiefen können. Das Angebot des Tageszentrums unterstützt auch die Angehörigen, die Entlastung erfahren können."

Möglichst selbstbestimmt leben

Viele Menschen mit Behinderungen haben nach Beendigung der Schulpflicht nicht unmittelbar die Möglichkeit, in die nächste Betreuungseinrichtung eingegliedert zu werden. Dieser Schritt ist wichtig, um die bislang erarbeiteten körperlichen und psychischen Fähigkeiten zu erhalten. Ohne die tägliche Förderung und Weiterentwicklung ist die Gefahr groß, dass Gelerntes wieder verloren geht.

Das neue Tageszentrum Elixhausen bietet jungen Menschen mit Behinderungen ab 18 Jahren eine ganzheitliche Betreuung mit Therapie- und Förderangeboten. An 250 Öffnungstagen im Jahr werden die rund 20 Klienten von einem multiprofessionellen Team, mit verschiedenen Ausbildungsschwerpunkten, betreut. Das Zentrum ist vorwiegend auf Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ausgerichtet. Das heißt z. B., dass Klientinnen und Klienten Hilfe bei Alltäglichem wie Essen oder beim Gang auf die Toilette benötigen. Menschen mit niedrigerem Unterstützungsbedarf brauchen oftmals nur organisatorische Hilfestellungen bei der eigenständigen Abwicklung des Alltags. Die tägliche Anreise in das Tageszentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann zum Beispiel mit Eltern oder Betreuern geübt werden und dann in einem weiteren Schritt selbstständig erfolgen.

Therapie am Standort

Natalie Druckenthaner, Einrichtungsleitung Tageszentrum Elixhausen: "In unserem Tageszentrum werden wir einen eigenen Raum mit speziellen Therapie- und Fördermaterialien schaffen. Die Therapie am Standort ist ein zentraler Aspekt unseres Konzepts. Dies wird in Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk erfolgen. Mir ist es wichtig, dass Betreuer und Therapeuten eng zusammenarbeiten. Einerseits um die Therapie optimal in den Tagesablauf einzufügen, aber auch um die erworbenen Fähigkeiten im Alltag auszuprobieren und zu festigen." Im Therapieraum werden unterschiedliche Therapieformen stattfinden, der Raum wird auch zum Snoezelen verwendet. Snoezelen ist der Aufenthalt in einem gemütlichen, angenehmen Raum, umgeben von leisen Klängen, Melodien und Lichteffekten. Dies steuert und ordnet Reize, weckt Interesse, ruft Erinnerungen hervor und lenkt Beziehungen. Das Snoezelen erzeugt Wohlbefinden und Geborgenheit.

Der Schritt in das Arbeitsleben

Die Interessen, Wünsche und Fähigkeiten der einzelnen Personen werden gemeinsam mit den Betreuerinnen und Betreuern, der Familie und früheren Schulen ermittelt. Je nach Möglichkeit kann im Tageszentrum der erste Schritt ins Arbeitsleben getätigt werden. Das differenzierte Arbeits- und Beschäftigungsangebot umfasst einfache gleichbleibende Tätigkeiten, zum Beispiel die Herstellung von Produkten, Arbeiten im Haus oder der Gemeinde, aber auch simple Kreativtätigkeiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Menschen mit eingeschränkten physischen Fähigkeiten, um auch sie in die Arbeiten einzubinden. Die hergestellten Produkte wie Marmeladen, Textildrucke oder Holzarbeiten werden in weiterer Folge selbstständig vertrieben. Je nach Möglichkeit und Bedarf wird auch ein Arbeitstraining angeboten. Menschen mit Behinderungen haben somit die Chance, in unterschiedlichen Formen in die Arbeitswelt einzutauchen.

Einbindung des Tageszentrums in das Gemeindeleben

"Wir wollen sehr eng mit der Gemeinde zusammenarbeiten. Da wir die erste Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Elixhausen sind, ist es vorstellbar, dass wir schnell ein Teil des Lebens in der Gemeinde werden", so Natalie Druckenthaner. Angestrebt werden Kooperationen mit ortsansässigen Firmen und der Gemeinde, um die Menschen in das Leben im Ort zu integrieren. Gemeinsame Projekte oder Veranstaltungen mit Schulen, Kindergärten und Vereinen wären wünschenswert. Es kann angedacht werden, dass die Klientinnen und Klienten kleine Aufgaben in der Gemeinde und in interessierten Firmen übernehmen, zum Beispiel die Bepflanzung von Grünflächen in der Gemeinde oder das Schlichten von Regalen in einem Supermarkt für wenige Stunden in der Woche.

Quelle