Telegramm

Aus Salzburgwiki
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Beispiel eines Telegramms aus dem Jahr 1968
altes Poststellenschild am Gasthof Hohlwegwirt

Telegramm war das Ergebnis der Übertragung von Buchstaben mittels einen Codes über Telefonleitungen.

Geschichte

1847 wurde erstmals im k&k Kaiserreich ein Telegramm aufgegeben. Da früher der Postlauf noch mehrere Tage dauerte, war ein Telegramm die einzige, schnelle Möglichkeit, wichtige Informationen in wesentlich kürzerer Zeit jemand zukommen zu lassen. Der Absender eines Telegramms bezahlte nach der Anzahl der Worte, die meist sofort an das Empfänger-Telegrafenamt (daher früher die Bezeichnung Post- und Telegraphenamt) telegrafiert wurden. Anfangs mussten die Impulse noch von einer Person empfangen und aufgeschrieben werden, was jedoch bald von einer automatischen Umsetzung abgelöst wurde. Die so angekommene Nachricht wurde auf ein Formular aufgeklebt und von eigenen Telegrammboten (in Österreich in der Nachkriegszeit mit den kleinen Auto Puch 500 unterwegs) zugestellt. Ab den 1920er Jahren wurde das Telegramm dann aber immer mehr vom Telefon und Telex verdrängt.

Telegramme in Salzburg

Bekannt wurde im Jahr 2000 das Höfle-Telegramm des Salzburger Hermann Höfle (SS-Sturmbannführer), in dem erstmals eine konkrete Zahl der in der Zeit des Nationalsozialismus bis Ende 1942 umgebrachten Juden bekannt wurden.

Ernst Kronreif vom Gasthof Hohlwegwirt in Hallein-Taxach fuhr als Kind noch Telegramme aus, da der Gasthof auch Poststelle war.

Weiterführend

Für Informationen zu Telegramm, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema


Quellen