Urbaramt

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Urbarämter waren Verwaltungseinheiten im Mittelalter und in der Neuzeit.

Aufgaben

In den Urbarämtern des Fürsterzbistums Salzburg wurde das jeweilige Urbarium, kurz Urbar, das Verzeichnis über Besitzrechte der Grundherren und Leistungen seiner Grunduntertanen, also das Grund-, Hypotheken- und Grundsteuerbuch, aufbewahrt und die Einhaltung der damit verbundenen Verpflichtungen überwacht. Urbarämter, teils auch Kellenamt genannt (Stuhlfelden), unterstanden Urbarpröbsten.

„Die im Eigentum der geistlichen und weltlichen Grundherren befindlichen Güter wurden seit dem Mittelalter auf Grundlage der Stift- und Urbarrechte durch Urbarämter verwaltet, die auch das Niedergericht ausübten und für jene Fälle zuständig waren, die keine todeswürdigen Verbrechen waren. Auf dem Stifttaiding unter dem Vorsitz des Grundherrn oder seines Bevollmächtigten (Urbarprobst oder Urbaramtmann) wurde über alle Fragen der Grundherrschaft entschieden, z. B. Instandhaltung der geliehenen Güter, rechtzeitige Leistung der Abgaben u.a.“

Urbarämter waren dort, wo es ein Vizedomamt zur Verwaltung auswärtigen Besitzes gab, diesem nachgeordnet.

Urbarämter

Quellen

  • Div. Salzburgwiki-Artikel