Österreichische Fliegerschule Salzburg, Kuhn & Stowasser

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Ein Bild zeigt einen "Flamingo"-Doppeldecker, Österreichische Fliegerschule Salzburg, 1930

Die Österreichische Fliegerschule Salzburg, Kuhn & Stowasser war ein Salzburger Luftfahrtunternehmen, das am 12. Mai 1927 im österreichischen Handelsregister eingetragen wurde.

Geschichte

Das Salzburger Volksblatt berichtete am 31. Oktober 1927 über die österreichische Fliegerschule in Salzburg.[1]

Zwei bewährte Feldpiloten: Oberleutnant Kuhn, der bekannte frühere Leiter des Flughafens Reichenhall, und Hauptmann Stowasser, haben in Innsbruck die „Österreichische Fliegerschule" gegründet, das erste und einzige derartige Unternehmen in unserem Bundesstaate. Nun ist das Unternehmen nach Salzburg übersiedelt, um auf dem Salzburger Flugfelde, das bekanntlich auch von ausländischen Fliegern als ein ganz hervorragend günstiger Platz gerühmt wird und jedenfalls der schönste Flugplatz in Österreich ist, mit Anfang November den Betrieb voll aufzunehmen. Die Gesellschaft hat am Flugfelde, auf eigenem Grunde und aus eigenen Mitteln bereits einen großen Hangar errichtet, der dieser Tage fertiggestellt worden ist. Der gefällige Bau ist einheimische Arbeit: der Entwurf stammt von Prof. Hillinger - Salzburg, die Ausführung besorgten Zimmermeister Gstür und Baumeister Ramsauer, die großen verschiebbaren Eisentore richtete Schlossermeister Schiff ein. Der Hangar bietet Platz für zahlreiche Flugzeuge. Das Unternehmen selbst verfügt derzeit schon über drei ausgezeichnete Maschinen: eine Dietrich-„Bussard", eine „Albatros", die das Ideal einer Schulmaschine darstellt, und einen Udet-„Flamingo", der die Vorzüge von drei Flugzeugtypen in sich vereinigt.

Die Österreichische Fliegerschule in Salzburg — wie bemerkt, die einzige Fliegerschule in Österreich — befasst sich mit der Ausbildung von Flugzeugführern, nämlich Sport- und Verkehrsfliegern, von Flugzeugwärtern und Monteuren usw. sowie von Flugzeugphotographen, Funkern und Beobachtern. Sie bildet bereits eine Reihe von Schülern aus. Außerdem besitzt das Unternehmen Konzessionen für Propaganda- und Reklameflüge, Luftbildaufnahmen und Flugveranstaltungen aller Art. Der „Flamingo"-Doppeldecker, Type U 12 a, aus den Bayrischen Flugzeugwerken in Augsburg, ist die gleiche Maschine, wie sie Udet zu seinen bekannten Kunstflügen verwendet. Sie gilt als das unbestreitbar vollkommenste Schul-, Sport- und Kunstflugzeug, das die Vorzüge aller dieser drei Flugzeugtypen in unübertroffener Vorbildlichkeit in sich vereinigt. Ein luftgekühlter Siemens-Sternmotor mit 85 PS ist das zuverlässige, kräftige Herz dieser Maschine, deren äußeres Bild allein schon zum Fliegen wirbt und lockt. Ihr sind die erwähnten zwei anderen Flugzeuge zugesellt: der schnelle, rassige Dietrich-„Bussard" und „Albatros" B II mit einem 120 PS-Mercedes-Motor, eine ausgesprochene Schulmaschine.

Unternehmensgegenstand

Unternehmensgegenstand der offenen Handelsgesellschaft war die Ausbildung von Flugzeugführern und Hilfspersonal für den Flugdienst und die Durchführung von Passagier-, Schau- sowie Bedarfsflügen.

Das Unternehmen stand in Konkurrenz zu der am 14. Mai 1927 ins Salzburger Handelsregister eingetragenen Firma Flugunternehmen und Flugzeugbau Guritzer und van Nes.

Quelle

Einzelnachweise

  1. ANNO, Salzburger Volksblatt, 31. Oktober 1927, Seite 7