Adneter Marmor

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Adneter Marmorsteinbruch
Marmorplatten

Der Adneter Marmor, d. h. die Adneter Kalke ist ein roter ammonitenführenden Kalk, die unter der Bezeichnung "Salzburger Marmor" als Dekorstein weltweite Verbreitung finden. Er kommt im Gemeindegebiet von Adnet im Tennengau in den westlichen Ausläufern der Osterhorngruppe vor.

Verwendung

Zahlreiche Kunst- und Bauwerke sind aus Adneter Marmor geschaffen worden, wie zum Beispiel auf der Festung Hohensalzburg, in der Stiftskirche zum hl. Petrus in der Benediktiner-Erzabtei St. Peter in Salzburg oder aber auch im Stephansdom sowie die 24 Säulen im Parlament in Wien und anderswo.

Zunächst hatten schon die Römer in den ersten Jahrhunderten nach Christus den Adneter Marmor abgebaut. Nach einer Pause wurde der Abbau erst wieder um 1000 n. Chr. begonnen. Seinen absoluten Höhepunkt erlebte der Marmor zur Zeit der Spätgotik um 1500.

Geologie

Der typische rote Adneter Kalk, ein Sedimentgestein, wird immer wieder mit dem Untersberger Marmor verwechselt, der ebenfalls kleine rote Sprenkel im Stein enthalten kann. Geologisch gesehen ist der Adneter Marmor auch kein echter Marmor, sondern lediglich ein Kalkstein, der sich hervorragend schleifen lässt. Der Unterschied zum Untersberger liegt in der Entstehung und chemischen Zusammensetzung.

Er ist ein Korallen-Riffkalk, ein Sediment, das sich vor 195 Millionen Jahren etwa 100 km südlich der Hohen Tauern abgelagert hatte und mit der Auffaltung der Alpen bis nach Adnet geschoben wurde. Die bunte meist rote Farbe wird durch Eisenhydroxide bestimmt.

Dieser Marmor enthält auch Fossilien, meist Korallen, Algen, Schwämme, Muscheln und Schnecken. Die einzelnen Kalkknollen sind meist mit einem dünnen, schwarzen Manganhäutchen überzogen. Durch das zeitweise Trockenliegen der bereits abgelagerten Sedimente lagerten sich Mangan- und Eisenoxyde ab. Diese gaben dem Stein sein charakteristisches Aussehen.

Bildergalerie

Siehe auch

Bilder

 Adneter Marmor – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen