Alpenkonvention

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Alpenkonvention ist ein internationales Übereinkommen zum Schutz des Naturraums und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen. Es wurde am 7. November 1991 anlässlich der 2. Alpenkonferenz in Salzburg unterzeichnet.

Geschichte

Die Initiative der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA führte 1991 zu einem Staatsvertrag zur Gewährleistung des Schutzes und einer nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums. In jenem Jahr unterzeichneten die Umweltminister von Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein, der Schweiz und der EU in Salzburg die Konvention. Slowenien, 1991 noch Teil Jugoslawiens, folgte 1993 und Monaco trat aufgrund eines Zusatzprotokolls bei. Am 6. März 1995 trat die Konvention in Kraft, in Österreich wurde sie im Bundesgesetzblatt Nr. 477 verlautbart.

Durchführungsprotokolle sollen den allgemein gehaltenen Rahmenvertrag konkretisieren. Von den vorgesehenen zwölf sind bisher acht verhandelt, vier weitere warten noch auf ihre Ausarbeitung. Auch die Ratifizierung der Protokolle läuft schleppend: Österreich ist neben Deutschland, Frankreich, Liechtenstein und Slowenien das einzige Land in dem bisher auch alle beschlossenen Protokolle in Kraft getreten sind. Die Schweiz hat erst eines, Italien noch kein einziges ratifiziert.

Die Alpenkonvention und Salzburg

Im Land Salzburg sind 94,7 % der Landesfläche im Anwendungsbereich der Alpenkonvention gelegen. Die Flachgauer Orte Straßwalchen, Köstendorf, Seekirchen am Wallersee, Schleedorf, Mattsee, Obertrum am See, Elixhausen, Bergheim, Anthering, Oberndorf bei Salzburg, Seeham, Göming, Berndorf bei Salzburg, Nußdorf am Haunsberg, Lamprechtshausen, Bürmoos, St. Georgen bei Salzburg und Dorfbeuern sind die einzigen, die außerhalb des Anwendungsbereiches liegen.

Wichtige Initiativen der Alpenkonvention sind das Netzwerk alpiner Schutzgebiete zu dem der Nationalpark Hohe Tauern gehört, oder die Gemeindeprojekte der Allianz in den Alpen. Auch der Verzicht auf den weiteren Ausbau der Transitstrecken durch die Alpen beruht auf den Ergebnissen der Alpenkonvention.

Quellen

Weblinks