Annakapelle (St. Johann im Pongau)

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Annakapelle
Fresko an der nördlichen Außenfassade der Annakapelle

Die Annakapelle ist eine denkmalgeschützte Kapelle im Gemeindegebiet von St. Johann im Pongau.

Lage

Sie steht zwischen der Wagrainer Straße und der Pfarrkirche St. Johann im Pongau, einst innerhalb des heute aufgelassenen und beseitigten Friedhofs.

Geschichte

Die Annakapelle wurde 1301 erbaut und nach einer Erneuerung 1520 von Bischof Berthold Pürstinger geweiht. Der frühere Altarstein soll die Jahreszahl 1301 getragen haben. Die Kapelle besitzt ein Netzrippengewölbe sowie spitzbogige Fenster. Nach dem verheerenden Brand von 1855 ist die Annakapelle als letzter Rest des ehemaligen gotischen Kirchenensembles erhalten geblieben.

Die Unterkirche diente als Karner und besaß einen Nothelferaltar. Die Oberkirche ist der hl. Anna geweiht und besaß bis zum Brand 1855 einen barocken Altar. Heute befinden sich im Altarraum die Figuren des hl. Dominikus und der hl. Katharina von Siena.

In den Jahren 1995 bis 2000 wurde die Annakapelle außen und in der Unterkirche vollständig saniert. Ein neuer Abgang erschließt in den Monaten Mai bis September die Unterkirche mit wechselnden Ausstellungen. An Wochentagen werden in der Annakapelle katholische Gottesdienste abgehalten. Sie dient aber auch als Gotteshaus für die evangelische Gemeinde.

Fresko an der Außenfassade

Das Fresko an der nördlichen Außenfassade der Annakapelle stammt vom Kärntner Künstler Swibert Lobisser. Es stammt aus dem Jahre 1950 und zeigt eine Darstellung "Heimkehr aus dem Krieg". [1]

Bildergalerie

Quelle

  • Chronik der Gemeinde St. Johann im Pongau

Einzelnachweise

  1. Stadtbuch St. Johann im Pongau 1855 - 1955 und darüber hinaus von Gerhard Moser