Ballonclub Salzburg

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Ballonclub Salzburg
Ballonfahrt-0151.jpg
Daten
Vereinsssitz: Salzburg
Mitglieder: 6
Ballone: 3
Website: www.flyhigh.at

Der Ballonclub Salzburg bietet Ballonfahrten über Salzburg, Oberösterreich und Tirol an. Im Winter über die tief verschneiten Alpen und im Sommer über das Salzkammergut, das Innviertel, das Mondseeland oder über die Landeshauptstadt Salzburg.

Ballonclub Salzburg

Ballonclub

Der Verein Ballonclub Salzburg besteht seit dem Jahr 2000, er hat mittlerweile sechs Mitglieder und drei Ballone und ist Mitglied beim österreichischen Aeroclub (Dachverband aller Luftsportler in Österreich).

Meistens werden die Luftreisen im Salzburger Seenland durchgeführt. In den Wintermonaten zieht es den Ballonclub Salzburg in die Berge, wo er hauptsächlich in Gosau oder Zell am See seine Startplätze haben. Auch internationaler viel und gerne auf Ballonveranstaltungen unterwegs (Italien, Spanien, Frankreich, etc.). Beim Ballonclub Salzburg kann man auch die Ausbildung zum Ballonpiloten machen. Diese dauert mit Theorie- und Praxisteil ca. ein Jahr.

Der Ballonclub Salzburg ist auch bei einigen Ballonmeetings mit in der Veranstaltungsorganisation und bemüht sich in der Ballonszene um Jugendarbeit.

Ballonfahren

Heidrun Prosch auf 10 000 Meter über MSL (MSL=mean sea level=Meeresspiegel)

Der Moment des Abhebens, die ersten Minuten knapp über dem Boden zählen zu den aufregendsten Momenten der Ballonfahrer. Mit viel Geschick werden die unterschiedlichen Strömungen der Luft genutzt und man hat somit die Möglichkeit, einen unvergesslichen Eindruck unserer schönen Landschaft zu bekommen. Ein Stehplatz am Himmel.

Ein besonderes Erlebnis ist der Absprung von Fallschirmspringern. Sie nutzen die Ballons oft als Absprungbasis - einzeln oder im Tandem. Ein kribbelndes Ereignis alleine beim Zusehen, ... nicht gefährlich ... aber mutig! "Wie im Flug" vergeht die Zeit - und schon sind eineinhalb Stunden erlebnisreicher Fahrt vergangen. Mit sanfter Landung geht es zurück in die "Wirklichkeit", zurück auf den Boden, mit der Gewissheit, ein besonderes Erlebnis "erfahren" zu haben.

Gemeinsam mit der Crew wird der Ballon verstaut und dann geht es zur traditionellen Ballonfahrertaufe. Nach ca. drei bis fünf Stunden ist man wieder am Ausgangspunkt des Abenteuers. Nach altem Brauch und Sitte wird anschließend jeder Neuling mit Feuer und Sekt in den "Adelsstand" erhoben. Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende zu.

Startplatz und Fahrtrichtung

Die Startplatzwahl und die Fahrtrichtung sind abhängig von Windrichtung und Windstärke, die Reiseroute ist, wohin der Wind den Ballon trägt, das Reiseziel irgendwo bei einem freundlichen Bauern im Mondseeland oder vielleicht in Bayern oder sogar beim Weinbauern in Verona (Veneto, Italien); Ballonfahren ist ein Kindheitstraum, nur in Erfüllung gegangen ist er bestimmt in den seltensten Fällen.

Ballonsport

Ballonpilotin Heidrun Prosch[1] vom Ballonclub Salzburg hält den Höhenweltrekord für Heißluftballone Kategorie Damen mit 10 773m MSL[2]-

Mit im Ballon war der Fallschirmspringer Paul Steiner[3].

Ballonfahren erklärt für Kids

Dazu gibt es in der Weblinksammlung einen Link.

Wie funktioniert der Heißluftballon? Mit heißer Luft nach oben.

Sicher habt Ihr alle schon mal ein Feuer beobachtet. Über dem Feuer steigt der Rauch auf, die Luft darüber flimmert und manchmal fliegen sogar kleine Ascheschnipsel mit nach oben. Das liegt daran, dass warme oder heiße Luft leichter ist, als kältere. Das Feuer macht die Luft warm und die steigt dann nach oben. Vielleicht kennt Ihr auch diese Holzgestelle zu Weihnachten, bei denen sich oben ein Propellerrad dreht, wenn unten eine oder mehrere Kerzen brennen. Auch hier steigt die heiße Luft von der Flamme nach oben und strömt an den Propellerflügeln vorbei. Das kann man auch prima sehen, wenn in der Küche heißer Wasserdampf aus einem Kochtopf hoch steigt.

Aufbau des Heißluftballons / 1. Parachute / 2. Lastgurt / 3. Hüllenbahn / 4. Ballonhülle / 5. Nomexbahn / 6. Scopp / 7. Brenner / 8. Korb

Dieses Prinzip nutzen auch Ballonfahrer aus: Ein Brenner unter der Ballonhülle macht die Luft im Ballon so heiß, eine Temperatur von 100 Grad Celsius reicht schon (das ist etwa so heiß, wie in der Sauna), dass sie nach oben steigt und dabei den Ballon mit Korb und Passagieren mitnimmt. Oder sie nehmen Gas, das noch leichter ist als Luft. Der Brenner ist nichts anderes als ein großes Feuerzeug. Mit ihm kann man die Luft immer wieder aufwärmen, wenn sie sich etwas abkühlt. Je heißer die Luft im Ballon gemacht wird, um so schneller steigt er nach oben und je mehr man sie wieder abkühlen lässt, um so schneller sinkt der Ballon wieder nach unten. Mit ein wenig Gefühl kann man den Ballon auch in der Schwebe halten.

Der Ballonbrenner wird mit Flüssiggas betrieben, welches im Ballonkorb in Form von Gasflaschen, meistens vier an der Zahl, mitgenommen wird.

Warum fahren Ballone?

Wenn Ihr Euch mit einem Ballonfahrer unterhaltet, werdet Ihr feststellen, dass er immer vom Ballonfahren spricht und niemals vom Ballonfliegen. Dazu gibt es die verschiedensten Erklärungen. Zum einen kann ein Ballon nicht fliegen, da er keine Flügel hat so wie ein Flugzeug oder ein Vogel, sondern er schwimmt eher in der Luft wie Fisch im Wasser. Zum anderen sagt man, dass die ersten Ballonfahrer vorher zu See gefahren sind und so nannten sie die Ballone auch Luftschiffe. Vielleicht sagt man auch gerne "fahren", weil es Brauch ist, dass jemand der schon mal in einem Ballon mitgefahren ist, den anderen "Einen" ausgeben muss, wenn er noch mal vom Ballonfliegen spricht.

Kann man einen Ballon steuern?

Alle Ballone werden vom Wind getrieben. Sie sind so schnell wie der Wind und sie treiben in seine Richtung. Man hat also eigentlich keine Möglichkeit den Ballon zu steuern und doch ist es möglich, die Richtung etwas zu beeinflussen. Der Wind weht nämlich in verschiedenen Höhen in unterschiedliche Richtungen. So kann es sogar vorkommen, dass ein Ballon der sehr niedrig fährt, genau entgegengesetzt fährt, wie wenn er einige 100 Meter höher steigt. Oft ist es aber nur eine geringe Richtungsänderung, die man damit erreichen kann, um vielleicht genau über einen Aussichtsturm zu fahren und nicht einige 100 Meter daran vorbei.

Oft aber liegt gerade der Reiz darin, sich vom Wind einfach treiben zu lassen und ohne Ziel durch die Lüfte zu schweben.

Wie kommt man wieder nach Hause?

Wenn man mit dem Ballon nicht so gut steuern kann, ist es natürlich schwer wieder zum Startplatz zurückzukommen. Dafür gibt es die Verfolger. Wie im Krimi bleiben die Verfolger dem Ballon immer auf der Spur und lassen ihn nach Möglichkeit nicht aus den Augen. Das machen sie natürlich nicht zu Fuß, sondern mit einem Auto, das entweder einen Anhänger oder eine große Ladefläche für den Ballon hat. Im Auto gibt es Landkarten und für den Fall, dass die Verfolger den Ballon doch mal verlieren, gibt es ein Funkgerät über, das sie den Ballon immer anfunken können. Weil die Verfolger den Ballon mit den Gästen zurückbringen, sagt man auch Rückhohler zu ihnen.

Ballonfahren – Nichts für Langschläfer

Wer im Sommer mit einem Heißluftballon fahren will, muss früh aufstehen: Nur in den zwei Stunden nach Sonnenaufgang ist ein Ausflug in der Luft möglich. Später am Tag wird die Luft von der Sonne stellenweise so stark aufgeheizt, dass sie dort wie in einem unsichtbaren Fahrstuhl nach oben saust. Thermik nennt man diese Aufwärtsbewegung der Luft.

Gibt es Wettkämpfe mit Ballonen?

Einige Ballonfahrer in Österreich und auch in der ganzen Welt, treffen sich in regelmäßigen Abständen um ihr Können zu beweisen. Dabei kommt es darauf an, die für das Ballonfahren wichtigen Dinge zu beherrschen. Man muss dabei zum einen den Ballon so nach oben oder unten bewegen können, dass man in die richtigen Luftschichten kommt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Zum anderen ist es wichtig das Wettergeschehen genau zu kennen, um zu wissen, wo diese Luftschichten sind und wie sie sich verändern können. Und als Drittes muss der Pilot oder sein Co-Pilot immer genau wissen, wo er sich befindet und wo seine nächsten Ziele liegen. Je besser man das alles beherrscht, um so besser kann man seine Taktik zurechtlegen. Gewonnen hat der Pilot, der am häufigsten die Ziele möglichst nahe erreicht hat. Weil die Ballone sich gegenseitig behindern würden, landen sie nicht alle am Ziel, sondern werfen stattdessen ein gekennzeichnetes Sandsäckchen ab. So ist es auch möglich, mehrere Aufgaben hintereinander zu legen.

Adresse

Ballonclub Salzburg
Kendlerstraße 90
5020 Salzburg
Telefon: 0676 - 316 28 93
E-Mail: office[at]flyhigh.at

Weblinks

Ballonveranstaltungen

Siehe auch

  • Heidrun Prosch auf facebook
  • mehr Infos: hier, Rekordanerkennung siehe: FAI, Fédération Aéronautique Internationale (link in der Weblinksammlung); die FAI ist der Weltluftsportverband mit Sitz in Lausanne/Schweiz.
  • Paul Steiner
  • Abgerufen von „http://www.sn.at/wiki/index.php?title=Ballonclub_Salzburg&oldid=584103