Paul Steiner (Mattsee)

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Paul Steiner (* 1963 in Mattsee) ist ein Mattseer Motorradrennfahrer und Profi-Fallschirmspringer.

Karriere

Der Fallschirm dient Steiner dabei nur zum Erreichen einer niedrigen Fallgeschwindigkeit und zum verletzungsfreien Landen. Der sportliche Schwerpunkt liegt dabei auf dem verzögerungslos ausgeführten Freifall mit Relativ- und Stilsprüngen. Derzeit trainiert der Mattseer mit den Flying Bulls eine besondere artistische Sensation, an der vier „Fluggeräte“ beteiligt sind: Flugzeug, Ballon, Fallschirm und Paragleiter.

Seit sechs Jahren ist Steiner hauptberuflicher Profi-Fallschirmspringer mit besonderer Passion für extreme Leistungen. Zuerst lernte er aber in Mattsee Schlosser und wurde dann Berufskraftfahrer. Sport interessierte ihn allerdings schon immer: 1998 wurde er Staatsmeister im Motorrad-Rundstreckenrennen bis 600 ccm. Aber schon vorher begann Steiner mit dem Fallschirmspringen und legte beim Heeressportverein die Prüfung als Tandemfallschirmspringer und auch als Ausbilder ab. Ihn reizt das Besondere am Fallschirmspringen. „Der Nervenkitzel war immer schon mein Leben. Vom Fallschirmspringen kam ich nicht mehr los. Fliegen macht süchtig, das weiß jeder, der einen Luftsport ausübt. Die Herausforderung, immer wieder Neues auszuprobieren und sich an seine eigenen persönlichen Grenzen – sowohl physisch als auch psychisch – heranzutasten, treiben mich immer weiter“, so der luftige Akrobat.

Der 51-jährige Mattseer begleitete auch Heidrun Prosch vom Ballonclub Salzburg bei ihrem Damen-Höhen-Weltrekord in 10 700 Meter Höhe bei minus 57 Grad Celsius. Bei solchen Rekorden mussten sogar seitens der Flugüberwachung rund 70 internationale Flüge umgeleitet werden. Ein Mal sprang Paul Steiner aus dem Ballonkorb und landete mit dem Fallschirm auf demselben Ballon. Weiters setzte er eine starke Marke seines Könnens: Er stieg aus der Kanzel eines Segelfliegers aus und, nachdem sich das Flugzeug gedreht hatte, setzte er sich wieder auf den Rumpf dieses Flugzeuges. Ein weiteres Kunststück: Er steigt von einem Segelflieger auf einen anderen um und stellt dann eine menschliche Verbindung zwischen den beiden Flugzeugen her.

Anfangs hatte Steiner seiner Mutter erst jeweils nach seinen akrobatischen Leistungen davon erzählt und sie verfolgte über Video im ruhigen Wohnzimmer, welch abenteuerliches Spiel ihr Sohn in luftiger Höhe vollzog. „Heute beunruhigt mich das nicht mehr außergewöhnlich, ich habe Vertrauen in Paul“, so die Mutter Johanna, die ebenfalls in Mattsee wohnt. Seit 1990 absolvierte er mehr als 5 000 Sprünge. „Trainieren muss man hart, um immer fit zu bleiben“, betont der Mattseer. Bis vor Kurzem gehörte er dem Red-Bull-Skydive-Team an und die Vorführungen führen ihn von Europa bis Südamerika oder Südafrika.

Seit 2012 ist er auch Paragleiter.

Weblink

Quelle

[[Kategorie:Motorsport]