Bartholomiten

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Die Bartholomiten oder Bartholomäer waren eine ordensähnliche Gemeinschaft katholischer Weltgeistlicher, die von Salzburg ihren Ausgang nahm.

Geschichte

Die Gemeinschaft wurde im Jahr 1640 in Salzburg durch den Priester Bartholomäus Holzhauser als freie geistliche Gemeinschaft (Institutum clericorum saecularium in communi viventium[1]) ins Leben gerufen. Ihr Hauptzweck waren die Erziehung junger Kleriker und die gegenseitige Unterstützung der Mitglieder sowie eine Reformation der Sitten des weltlichen Klerus. Die Gemeinschaft hatte besondere Häuser für Seminaristen, Priester und ausgediente oder kranke Geistliche. Ihr Vorsteher trug den Titel „Präsident“.[2]

Die süddeutschen Bischöfe förderten die Bartholomiten und übertrugen ihnen auch die Leitung der für die angehenden Geistlichen bestimmten Seminarien. Die Gemeinschaft breitete sich auch nach Ungarn, Polen und [[Spanien]] aus, Kaiser und Papst bestätigten ihre Verfassung. Doch schon gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann der Verfall, nur in einigen schwäbischen und baierischen Bistümern behaupteten sich die Bartholomiten bis in das 18. Jahrhundert.[2]

Der Regens des Salzburger Instituts – das im Jahr 1783 aufgehoben wurde – war zugleich Kuratkaplan am Bürgerspital St. Blasius‎‎,[3] so auch Franz Paueregger[4].

Quellen

  1. Vgl. Johann Franz Thaddäus von Kleinmayrn: Nachrichten vom Zustande der Gegenden und Stadt Juvavia vor, während, und nach Beherrschung der Römer bis zur Ankunft des heiligen Ruperts und von dessen Verwandlung in das heutige Salzburg, Hof- und akademische Waisenhausbuchhandlung, Salzburg 1784, S.295.
  2. 2,0 2,1 Aschbach, Joseph: Allgemeines Kirchen-Lexikon, Band I (1846), S.487
  3. Melchinger, Johann W.: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Baiern, Dritter und lezter Band, Ulm 1797, Spalte 185.
  4. Artikel Franz Paueregger.