Dompfarre

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Die Salzburger Dompfarre dient der seelsorglichen Betreuung eines Teils der Katholiken der Salzburger Altstadt.

Allgemeines

Die Pfarre teilt sich mit der Stadtpfarre Salzburg-St. Blasius, mit der sie einen Pfarrverband bildet, die seelsorgliche Betreuung der Altstadt. Die Zahl der Pfarrkinder beträgt weniger als tausend.

Kirchen und Pfarramt

Pfarrkirche ist der Dom, sowie die Georgskirche auf der Festung Hohensalzburg als Filialkirche.

Das Dompfarramt befindet sich am Kapitelplatz 7.

Pfarrer

Hauptartikel Dompfarrer

Dompfarrer ist Roland Rasser.

Geschichte

In der ältesten Zeit übten die Mönche von St. Peter in der Stadt Salzburg die Seelsorge aus. Erzbischof Konrad I. bewog die Väter des Klosters im Jahr 1139, dieser Bürde zugunsten des Domkapitels zu entsagen. Nun übernahmen also die Domherren die Stadtpfarre, wählten einen der ihren zum Stadtpfarrer, und der Erzbischof bestätigte diesen. Die Pfarrerrichtung wird in das Jahr 1224 datiert[1]. Der Pfarrer wohnte in einem eigenen Hof und versah mithilfe eines Unterpfarrers und einiger Kapläne die Seelsorge im Stadtbezirk und in Morzg.[2]

Dies ging so bis ins Jahr 1582, an dessen 18. Jänner Balthasar von Raunach das Amt des Dompfarrers niederlegte. Im darauffolgenden Jahr ernannte das Domkapitel Dr. Martin Brenner zum Stadtpfarrer. Nachdem dieser (1585) zum Bischof von Seckau erhoben worden war, übergaben die Domherren die Stadtpfarre im Jahr 1588 dem Fürsterzbischof, Wolf Dietrich von Raitenau. Dieser stellte Stadtkapläne auf, die die Seelsorge in der Stadtpfarre zu versehen hatten, und so blieb es bis in das 19. Jahrhundert.[2] Wolf Dietrich bildete zwei Stadtkaplaneien, die durch die Salzach voneinander getrennt waren; die „Stadtkaplaney jenseits der Brücke“ hatte ihren Sitz an der alten Andräkirche.

Stadtpfarrkirche war bis 1189 die Michaelskirche, dann die nachmalige Franziskanerkirche, von 1635 an der Dom.[3]

Als im Jahr 1783 das Institut der Bartholomäer (Institutum clericorum saecularium in communi viventium[4]), dessen Regent zugleich Kuratkaplan am Bürgerspital St. Blasius‎‎ war, aufgehoben wurde, wurde am Bürgerspital die nunmehr dritte Stadtkaplanei geschaffen und die Grenze der neuen Bürgerspital-Stadtkaplanei zur Stadt-Dom-Kaplanei durch die Pfarrgasse (die jetzige Sigmund-Haffner-Gasse) und das Rathausplätzchen gezogen.[5]

Marksteine der Territorialentwicklung, die das Gebiet der Stadtpfarre bzw. Dompfarre nach und nach verkleinerte, bildeten

Quellen

Einzelnachweise

  1. RES-Eintrag „Salzburg-Dompfarre“.
  2. 2,0 2,1 Intelligenzblatt von Salzburg, XV. Stück vom 9. April 1803, Spalten. 221-224. → digitalisiertes Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek; digitalisiertes Exemplar der Österreichischen Nationalbibliothek.
  3. Artikel Franziskanerkirche.
  4. Vgl. Johann Franz Thaddäus von Kleinmayrn: Nachrichten vom Zustande der Gegenden und Stadt Juvavia vor, während, und nach Beherrschung der Römer bis zur Ankunft des heiligen Ruperts und von dessen Verwandlung in das heutige Salzburg, Hof- und akademische Waisenhausbuchhandlung, Salzburg 1784, 295.
  5. Johann W. Melchinger, Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Baiern, Dritter und lezter Band, Ulm 1797, Spalte 185.
  6. Angaben, denen zufolge St. Andrä bereits im Jahr 1699 zur Pfarre erhoben wurde (vgl. den RES-Eintrag Pfarre Salzburg-Sankt Andrä oder das Amt für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Salzburg), sind zu verwerfen, da zeitgenössische Quellen (z. B. Kleinmayrn a.a.O.) zwar noch die Stadtkaplanei jenseits der Brücke, aber nicht eine Pfarre St. Andrä erwähnen (vgl. auch die Artikel „Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä“ und „Stadtpfarrkirche St. Andrä“).