Berta Höller

Aus Salzburgwiki
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Berta Höller (* 13. Oktober 1923 in Salzburg; † Jänner 2014)[1] war eine bedeutende Harfenistin. Sie war die erste Harfenistin beim Salzburger Adventsingen. Durch sie kam die Harfe nach Oberösterreich. Auf ihre Initiative hin einigten sich die Harfenbauer erstmals auf einen einheitlichen Bau der Volksharfe.

Musik und Harfe

Berta Höller nahm sich in den 1940er-Jahren der Harfe an und brachte diese nach Oberösterreich.

Sie studierte am Mozarteum in Salzburg Klavier. Während ihrer Ausbildung genoss sie Unterricht bei verschiedenen berühmten Lehrern, unter anderem bei der damaligen Harfenistin der Wiener Symphoniker, bei Johann Nepomuk David oder bei Cesar Bresgen, durch den sie auf die Harfe aufmerksam wurde. Er empfahl ihr, sich um die Volksharfe zu kümmern, die damals im Mozarteum stand.

Die "Harfenmutter", wie Berta Höller vor allem in Oberösterreich auch oft genannt wird, lernte bald Tobi Reiser kennen. Sie animierte die Harfenbauer zu einer einheitlichen Bauweise der Volksharfen, angelehnt an die Konzertharfe, da die Volksharfen in jeder Region anders gebaut wurde.

Unzählig viele Harfenschüler gingen aus Berta Höllers Hand hervor: Unter anderem auch Konzertharfenisten in großen Orchestern.

Berta Höller leitete unzählige Harfenkurse in ganz Österreich, gab Konzerte und steigerte die Zahl der Harfenschüler. Außerdem nahm sie viele Lehrtätigkeiten an diversen Musikschulen wahr. Als Basiswerk für alle Harfenisten gilt auch heute noch ihre Harfenschule.

Auch leitete Berta Höller unzählige Gesangs- und Musikgruppen. Sie komponierte auch selbst etliche Stücke und war die erste Harfenistin beim großen Salzburger Adventsingen.

Sie erhielt mehrere Auszeichnungen in Form von Ehrungen und Preisen. Im Jahre 2003 wurde ihr die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich für Verdienste um Musik und Harfe verliehen.

Privates

Berta Höller war mit dem akademischen Maler Hermann Höller (* 1908; † 1992) verheiratet und wohnte in einem ungefähr 400 Jahre altem Haus in Vöcklabruck. Musik gehört zu ihrem Leben. Außer der Musik ging sie ungeheuer gerne schwimmen und hatte sehr viel Freude an ihrer großen Familie und an ihren Urenkeln. Ihre Familie schätzte sie unter anderem auch besonders wegen ihrem guten Apfelstrudel. Das Harfenspiel gab sie auch an ihre Tochter Maria Juchum (geb. Höller) weiter.

Quellen