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Das große Buch vom Handwerk

Titelbild Buch Das große Buch vom Handwerk

Buchtipp Das große Buch vom Handwerk, fast vergessen, neu entdeckt

Autoren: mehrere
Herausgeber: Achim Schneyder
Verlag: Servus Verlag bei Benevento Publishing
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN 978-3-7104-0170-1

Inhaltsverzeichnis

Verlagsinformation

Tischkreuzschnitzer, Federkielsticker, Kupferstecher, Wasserradbauer - der Alpenraum bietet eine unglaubliche Vielfalt an alter und fast vergessener Handwerkskunst. Achim Schneyder hat Geschichten über außergewöhnliche Menschen zusammengetragen, die sich mit Herz und Seele ihrem Handwerk verschrieben haben.

Welche besonderen Gegenstände sie dabei mit viel Zeit, Liebe und Können fertigen, zeigt dieses Buch.

Es geht um Berufe, aber mehr noch um Berufungen, um die Ergebnisse detailverliebter Arbeit und darum, wie traditionelle Künste lebendig bleiben - durch Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Rezension 1

Gut geschrieben, ansprechende Bilder, interessante Berufe und Menschen

Über 60 alte Handwerke wurden in diesem Buch von Achim Schneyder zusammengetragen. Geschrieben sind die Beiträge von verschiedenen Autoren. Doch allen gemein ist, dass die Texte spannend und interessant vor allem die Menschen schildern, die noch oder wieder neu entdeckten alten Handwerken nachgehen.

Das Buch ist in acht Kapitel unterteilt: Töne und Klänge, von Kopf bis Fuß, Essen und Wohnen, draußen vor der Tür, Farben und Formen, Sport und Freizeit, Kind und Kegel sowie edel und schön. Eigentlich müsste ich jetzt aus jedem dieser Kapitel mindestens einen Handwerker beschreiben, um halbwegs die Faszination dieses Buches wiedergeben zu können.

Was beim Lesen auffällt: Viele der Handwerker sind junge Menschen, entweder familiär vorbelastet oder aber einfach aus Freude an einem alten Handwerk zum Meister ihres Fachs geworden. Fast alle der vorgestellten Handwerker arbeiten entweder in Werkstätten ihrer Vorfahren oder zumindest in alten Räumlichkeiten mit oft betagten Maschinen. Joseph Koó, beispielsweise, erzeugt Blaudruck-Stoffe in der Werkstatt seines Großvaters, die dieser 1921 eingerichtet hatte. Andere wiederum arbeiten ohne schriftliche Unterlagen nur aufgrund der mündlichen Weitergabe in der Familie. So entstehen die Lateiner-Segelboote von Hermann Steiner im Salzburger Mattsee. Der Wiener Erwin Perzy führt die älteste Schneekugelmanufaktur der Welt, Regina und Franz Rosenlechner im Attergau sind die einzigen Stammbaum-Maler Österreichs, im oberbayerischen Landkreis Rosenheim gilt die Leidenschaft von Marin Impler kunstvollen Holzwasserrädern, Alfred Komposch ist einer der letzten Spiegelbelegmeister Österreich und erschafft Kärntner Kunstwerke, „der Ton verzeiht keine Fehler“ sagt Petra Lindenbauer, die im Burgenland Keramik herstellt, Hosenträger sind wieder modern meint Thomas Wurzer, der solche in seiner Manufaktur produziert; warum eine Harmonika nur in der Früh gestimmt wird, ob es ein Alphorn für den Rucksack gibt, warum ein Kachelmeister in Seen herumstampft, wie vier Zentimeter kleine Fantasiemurmeln und Kreisel entstehen, wie aus Kristallzucker essbare Kunstwerke von Adi Lunzer entstehen, wie Blattgold hergestellt wird, das 500 Mal dünner als ein menschliches Haar ist und viele andere Geheimnisse lassen sich in diesem Buch nachlesen. Aber nicht alle Geheimnisse geben die Handwerker preis – denn diese Geheimnisse unterscheiden ja dann oftmals ihre Produkte von anderen.

Bei vielen Produkten gibt es neben gut geschriebenen Geschichten über die Menschen und deren Handwerke auch Infotafeln, wie beispielsweise bei Ratschen deren unterschiedlichen Arten, über die Geschichte von Murmeln, von der Symbolik des Spiegels oder ein Lederhosen-Lexikon u. a.

300 wirklich interessante Seite mit ansprechendem Bildmaterial, in einem Kunststoff-Einband mit Lesezeichen, werden dem Titel „großes Buch vom Handwerk, fast vergessen, neu entdeckt“ absolut gerecht. Ein empfehlenswertes Buch.

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Rezension 2

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Quellen