Edmund Hager

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Edmund (Leopold) Hager OSB (* 31. Mai 1829 in Straßwalchen; † 24. Oktober 1906 in Innsbruck) war Mönch der Erzabtei St. Peter, Prior der Herz-Jesu-Stiftung zu Innsbruck und Jugendseelsorger.

Leben

Edmund Hager, Taufname Leopold, war der Sohn des Schneidermeisters Leopold Hager und seiner Frau Elisabeth, geborene Zimmerebner. Von 1847 bis 1848 besuchte er das Salzburger Benediktinergymnasium, nach seinem Abschluss das Salzburger Priesterseminar. Am 1. August 1853 wurde er von Erzbischof Maximilian Josef von Tarnóczy im Salzburger Dom zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er Seelsorger in verschiedenen Pfarren:

1863 trat er in die Benediktinerabtei St. Peter und legte dort 1867 seine Ordensgelübde ab.

1867 war er Kooperator in Abtenau, dann Novizenmeister, Beichtvater, Sakristan, von 1868 bis 1871 Bibliothekar, Bruderschaftssekretär, bis 1874 Extraordinarius in der Benediktinerinnenabtei Nonnberg, dann Kämmerer, Generaldirektor des Kindheit-Jesu-Werkes für Österreich.

Seine der Jugendarbeit gewidmeten Gründungen machten Hager zum „Don Bosco Österreichs“. In Salzburg gründete er die St. Michaelsbruderschaft, den Katholischen Bücherverein St. Peter und die Erziehungsanstalt für Mädchen „Zuflucht St. Josef“ im Nonntal 1880. Auch die Monatsschrift „Der christliche Kinderfreund“, die erstmals 1884 erschien, wurde von ihm gegründet. 1895 wurde seinen Gründungen (Innsbruck/Innrain, Volders, Mieming, Scharnitz in Tirol und Wieting in Kärnten) das Priorat zuerkannt.

Nach seinem Tod 1906 ordnete die Ordenskongregation den Umzug der Kinderfreund-Benediktiner mit ihrem Oberen Gislar Stieber in das bayerische Kloster Niederaltaich an.

Quelle

Benediktinerlexikon: Edmund Hager