Engl

Aus Salzburgwiki
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Engl ist der Name einer Salzburger Familie, aus der viele Handwerker und Gewerbetreibende stammen, vor allem Schmiede.

Die Familie Engl und der Salzburger Griesschmied

Der Griesschmied in der Stadt Salzburg Anfang des 18. Jahrhunderts war der aus Kärnten eingewanderte Franz Schnuegg. Am 21. Jänner 1728 vermählte sich dessen Sohn, Martin Schnuegg, Bürger und „gemeiner stattschmid", mit der Bäckerstochter Klara Thaler aus der Gstättengasse Nr. 6, deren Eltern seit 1713 Besitzer des „Bäcker Thaler-Hauses" dortselbst waren. Zur Witwe geworden, heiratete diese am 22. Februar 1740 den Franz Anto Langwallner, der als Schmiedgeselle aus Schwaben gekommen war und nach dem Tode ihres ersten Mannes, ihr Altgeselle wurde. Die Mutter dieses Laugwallner war Marie Agathe, eine geborene Dizl. Franz Anton Langwallner starb am 22. April 1763, seine Frau 1770. Eine Tochter aus deren Ehe wurde 1765 die Ehefrau des Urgroßvaters der salzburgischen Familie Engl.

Dieser, Franz Ser. Engl, erwarb 1795 die Wagnerwerkstätte und Gerechtsame, weiters 1804 das Schmiedhaus und am 5. April 1805) die reale Hufschmiedmeistergerechtsame „freieigen" von dem Stadtmagistrat durch Kauf um 7.500 fl. Beide Gewerbe, sowie das Haus, blieben seither ununterbrochen im Familienbesitz. Das Haus aber erhielt den Namen „Griesschmied Englhaus".

Das Schmiedgewerbe wurde aber nach dem Vorhergesagten im „alten" und im „neuen" Schmiedhause zusammen volle 373 Jahre (Stand im Jahr 1896), im Letzteren bis nun allein volle 130 ausgeübt und das Wagnergewerbe 100 Jahre hindurch von Mitgliedern der Engl-Familie betrieben.

Abstammung der Bozener Wegscheid- und der Salzburger Griesschmied - Engl-Familie

Ihre Ansiedlung dort und hier, und das Gesellen- und Bürgerleben noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Wie so manche der altsalzburgischen Bürger-Familien, so stammt auch jene der Engl aus Tirol und zwar aus Bozen in Südtirol. Sie kamen hieher, weil sie — mehr oder weniger — den großen, prunkvollen Hofhaltungen der salzburgischen Fürstregenten angezogen, von welchen — hier wie anderwärts — der Volksmund sagt: „Unter dem Krummstab ist gut wohnen".

Die Bozener Schmied-Engl in der Wegscheid, welche gleich der salzburgischen Familie noch heute bestehen, stammen vermutlich aus Hohenbichl, einem ¾ Stunden von Terenten im Pustertal entfernten großen und altberühmten Bauernhof „Zum Engl in Margen". Als ältester bekannt gewordener Stämmling der Engl ist im Trauungsbuch der Propstei Bozen am 5. Mai 1615 eingetragen: Johann Christoph Engl, scriba in Neuhaus „verehelicht mit Christine Waßnerin". Im Sterbebuch ist derselbe 1649 als Johann Christoph Engl zu Engelsburg und Kämpen verzeichnet.

Der erste Schmiedmeister aus dem Engl-Stamm in Bozen war Andreas. Wie Andreas 1733 der Stamm- und Urgroßvater der Bozener Schmiedmeister in der Wegscheide geworden war, so wurde der eine Zwillingssohn Franz Ser. Paul 1765 jener der Griesschmied Engl in Salzburg. Franz Ser. Engl verließ im November 1760 als 23jähriger Geselle sein Elternhaus, seine Geburtsstadt und sein Heimatsland. Er zog nach Handwerksbrauch auf die Wanderschaft, nach Bayern, Österreich und dann in das Salzburger Land. Als Franz Ser. Engl im Oktober 1764 in die Stadt Salzburg kam, nahm er bei der Griesschmied-Witwe Klara Langwallner Arbeit.

Quelle