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Friederike Lechner

Friederike Lechner, geborene Scio (* 17. März 1921 Salzburg; † 16. Juli 2002 ebenda) war die Ehegattin des Salzburger Landeshauptmanns (1961 bis 1976) Hans Lechner (*1913; † 1994).

Familie

Friederike entstammte väterlicherseits der Salzburger Kaufmannsfamilie, die in der Getreidegasse das Feinkostgeschäft Stranz & Scio (auch „Alte Hagenauerische Specereywarenhandlung“) führte, mütterlicherseits der Bankiersfamilie Spängler.

Leben

1939 maturierte Friederike am Realgymnasium, ein Jahr später an der Lehrerinnenbildungsanstalt.

Im Mai 1940 heiratete sie in Bergheim den Landesbeamten (Dipl.-Ing. Dr.Ing.agr. Dr.jur.) Hans Lechner, damals Leiter des Salzburger Milchhofes. Diese Stellung verlor Hans Lechner wegen angeblicher Sabotage und Außenhandelsvergehen.

So erwarb das Paar in Fridolfing, bei Laufen an der Salzach (Rupertiwinkel), einen Bauernhof und bewirtschaftete diesen ab 1942, nachdem Friederike die Landwirtschaftsschule Winklhof und einen Fleischhauerkurs besucht hatte. Hans Lechner musste allerding 1943 zur Deutschen Wehrmacht einrücken.

Im Herbst 1945 kehrte das Paar nach Salzburg zurück, wo Hans Lechner in das Amt der Salzburger Landesregierung eintrat und schließlich zum Landeshauptmann aufstieg.

Neben ihrer Stellung als Landeshauptmannsgattin – einschließlich der Betreuung der sieben gemeinsamen Töchter – engagierte sich Friederike Lechner zusammen mit der Gemeindepolitikerin Martha Weiser in der Frauenhilfe Salzburg. Hier konnte sie vielen in Bedrängnis geratenen Menschen besonders durch Weihnachtsaktionen unbürokratisch helfen. Sie war auch langjährige Sozialreferentin in der Frauenbewegung.

Quellen