Friedrich Lacchini

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Professor Friedrich Lacchini (* 23. April 1918 in Chodorow, Galizien; † 6. Mai 2005 in Salzburg) war Offizier, Zoologe und Leiter des Salzburger Tiergartens Hellbrunn.

Leben

Offizierslaufbahn

Als junger Mann schlug Lacchini, der Tradition seiner Familie folgend, die Offizierslaufbahn ein. Diese führte ihn sogleich in den Zweiten Weltkrieg. Als Leutnant der Kavallerie nahm er 1940 am deutschen Frankreichfeldzug Teil. Als bald danach die Waffengattung Kavallerie aufgelöst wurde, fand er sich bei den Nebelwerfern, einer noch ganz jungen Waffenart, wieder. Er war an der Eismeerfront, an der Ostfront und bei der Ardennenoffensive im Einsatz. Mehrfach entging er durch Glück dem Tod – so, als sein Bunker durch Volltreffer verschüttet wurde und sein bellender Dackel sich und ihm das Leben rettete.

Nach Kriegsende war er zunächst bei der Finanzbehörde tätig, wandte sich aber 1959 mit der Neuschaffung des Bundesheeres wieder dem Militärdienst zu. Er stieg zum Obersten der 8. Dienstklasse und Militärkommandant-Stellvertreter von Salzburg auf.

Direktor des Tiergartens

Lacchini hatte sich ab 1962 als Leiter der biologischen Station in der Schwarzenbergkaserne und als Ornithologe einen Namen gemacht. Vom 1. Dezember 1976 bis 1990 leitete er, als Offizier pensioniert, den Tiergarten Hellbrunn. Unter seiner Leitung Lacchinis entwickelte sich der zoologische Garten mit seiner artgerechten Tierhaltung zu einer Heimstätte für zufriedene Tiere, zu einer Stätte der Bildung und Erholung für Tausende Besucher aus nah und fern.

Veröffentlichungen

  • Über eine erpelfedrige Stockente (Anas platyrhynchos). In: Tratz, Eduard, Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg (Abteilung A), III. Folge (1971), S. 48-49
  • 10 Jahre Wasservogelzählung im Lande Salzburg. In: Tratz, Eduard, Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg. VI. Folge (1974), S. 16-18;
  • Verhaltensstudien im Brutrevier des Fitis (Phylloscopus trochilus). In: Festschrift der Naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft am Haus der Natur in Salzburg zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Eduard Paul Tratz (1970), S. 41-45;
  • Tiergärten als Bildungs- und Forschungsstätten. In: Geiser, Elisabeth, Naturwissenschaftliche Forschung in Salzburg. Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Mag. Eberhard Stüber, Direktor des Hauses der Natur und Landesumweltanwalt. Berichte aus dem Haus der Natur in Salzburg, X. Folge Teil A (1987) S. 85-86.

Ehrungen

Im Krieg wurde Lacchini er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und I. Klasse ausgezeichnet.

Er war Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Salzburg.

Quellen

Zeitfolge