Hannes Schmidt

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hannes Schmidt (* 12. April 1924; † 12. November 2001 in Mondsee) war Lehrer, Sonderschulinspektor, Gründer der Lebenshilfe Salzburg und langjähriger Präsident der Lebenshilfe Österreich.

Leben

Als Lehrer und Sonderschulinspektor lernte Hannes Schmidt die Nöte und Sorgen der Eltern behinderter Kindern kennen. Gemeinsam mit Eltern und Fachleuten gründete er im Jahr 1967 in Salzburg die "Lebenshilfe für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung", deren Obmann er bis 1991 war.

In dieser Zeit wurden dank seinem unermüdlichen persönlichen Einsatz Werkstätten, Wohnhäuser, Angebote für Kinder und Therapiemöglichkeiten im ganzen Land Salzburg geschaffen.

Von 1968 bis 1977 war er Landesobmann des Christlichen Landeslehrervereins.

In den Jahren 1974 bis 1989 stand Hannes Schmidt als Präsident an der Spitze der Lebenshilfe Österreich. Sein vorrangiges Ziel war es, die Lebenshilfe Österreich als starke gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Interessenvertretung zu verankern. Mit der Aktion "Recht auf Bildung" wurden Öffentlichkeit und Unterrichtsministerium darauf aufmerksam gemacht, dass in Österreich ungefähr 900 Kinder ohne schulische Förderung waren. Die Entfernung der Begriffe der Schulunfähigkeit und der Bildungsunfähigkeit aus dem Gesetz wurde erreicht. Das erste Unterrichtsmaterial für behinderte Kinder in Sonderschulen und die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen waren weitere Erfolge. Auch die Erlassung des Bundesgesetzes über die Sachwalterschaft für behinderte Personen (1983) war ein Erfolg, an dem Hannes Schmidt wesentlichen Anteil hatte.

Ehrungen

Hannes Schmidt war

Im Juni 2002 wurde die Allgemeine Sonderschule Köstendorf nach ihm „Hannes-Schmidt-Schule“ benannt.[1]

Quelle

Zeitfolge