Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

Mondsee (Ort)

Dieser Artikel hat einen Salzburgbezug
Der Inhalt dieses Artikels hat einen Salzburgbezug, der mindestens eine der Salzburgwiki-Artikel-Richtlinien erfüllt.

Mondsee, Zentrumsansicht von Westen mit Basilika und Schloss
Mondsee Ort und See vom Schober aus gesehen
Mondseeansicht von Wartenfels
Marktplatz von Mondsee, Ansicht von Süden
Mondsee von oben, Paragleiterfoto von Bernhard Kern
Rathaus der Marktgemeinde Mondsee
Mondseepanorama, von Odilo bis Wrede
Marktplatz in Mondsee, Ansicht Sommer 2010
Mondseer Friedhof-Panoramabild 19.12.2010
Denkmal für Robert Baum (1860-1932) den Schöpfer der Mondseer Uferpromenade

Mondsee ist eine Marktgemeinde im Salzkammergut im Südwesten Oberösterreichs.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Mondsee-Südpanorama von Bergen aus

Mondsee, das zur Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck gehört, liegt am nordwestlichen Ende des Mondsees, nur wenige Kilometer von der im Westen befindlichen Landesgrenze Oberösterreich - Bundesland Salzburg (Flachgau). Nordöstlich erhebt sich der Mondseeberg (1 029 m ü. A.), südwestlich der Schober und die Drachenwand und im Westen der Kolomansberg.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Die Marktgemeinde bedeckt nur eine geringe Fläche "Festland", denn der größte Teil des Gemeindegebiets erstreckt sich über den Mondsee. Somit umfasst die Fläche mehr oder weniger die bebauten Flächen der Marktgemeinde selbst. Im Nordwesten reicht es etwas über den Westautobahnanschluss, im Südwesten endet es an der Straßengabelung B 154 (Mondsee Straße von Straßwalchen nach St. Gilgen) und der B 151 (Attersee Straße).

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsdienste

Die Österreichische Wasserrettung Loibichl und die Österreichische Wasserrettung Mondsee gehören dem Landesverband Salzburg an.

Nachbargemeinden

Im Südwesten und Süden St. Lorenz, im Osten Innerschwand, im Süden St. Gilgen und Südosten Unterach am Attersee (da der Mondsee Gemeindegebiet von Mondsee ist), im Norden und Nordosten Tiefgraben;

Geschichte

Mondsee war bis zum Anschluss Salzburgs an Österreich 1816 eines der ältesten Klöster des Erzbistums Salzburg. Auch im heutigen österreichischen Bundesgebiet sind nur die Benediktiner-Erzabtei St. Peter und das Benediktinenstift Nonnberg in Salzburg ältere Klostergründungen.

Mondsee wurde 748 vom bayerischen Herzog Odilo Agilolfinger gegründet. Odilo war der Vater von Herzog Tassilo III., dem Gründer des Benediktinerstifts Kremsmünster. Das Benediktinerstift Mondsee war im Mittelalter für seine Schreibschule berühmt. Zahlreiche Handschriften aus dieser Zeit und dieser Werkstätte finden sich u. a. in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

Die Geschichte von Schloss Mondsee ist wesentlich kürzer als jene als Kloster. Auf Grund der Reformen Kaiser Josefs II. wurde das durch einen Ortsbrand von 1774 schwer in Mitleidenschaft gezogene Kloster unter Kaiser Leopold II. 1791 aufgehoben und vorerst dem staatlichen Religionsfonds angeschlossen. 1810 schenkte der französische Kaiser Napoleon den leer stehenden Bau dem in seinen Diensten stehenden General Karl Philipp von Wrede. Er wurde vier Jahre später zum bayerischen Feldmarschall und Fürsten ernannt. Wrede durfte Mondsee auch nach Napoleons Sturz weiter behalten, hatte jedoch keine männliche Nachkommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Mondsee

Kirchen

  • Pfarrkirche Mondsee
Hauptartikel: Basilika St. Michael

Diese einmalige Benediktinerabteikirche aus dem 12. Jahrhundert, die 1470 bis 1487 im gotischen Stil umgebaut wurde, zählt zu den größten gotischen Kirchen Österreichs. Die prunkvolle barocke Innenausstattung ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In dieser Kirche wurde auch die Hochzeitsszene von Georg Ludwig von Trapp für das Filmmusical "The Sound of Music" gedreht. Die außergewöhnlich schöne Barockausstattung erfolgte im späten 17. bzw. frühen 18. Jahrhundert durch den berühmten Barockbildhauer Meinrad Guggenbichler, der über 44 Jahre in Mondsee lebte.

Marktplatz und Kirchenvorplatz in Mondsee

neues Platz-Design in Mondsee durch Boris Podrecca

Der Marktplatz in Mondsee wurde in den Jahren 2009/2010 nach den Plänen des Stararchitekten Boris Podrecca neu gestaltet. Die Neugestaltung betraf die Pflasterung des Kirchenvorplatzes und das Design der Beleuchtungskörper, die als Sitzgelegenheiten konzipiert sind. Schließlich wurde der aus den Zeiten der Donaumonarchie stammende Marktbrunnen durch einen ultramodernen neuen Brunnen in Säulenform aus österreichischem Marmor ersetzt. Er weist als Attraktion eine computergesteuerte Wasserfontänen- und Lichtregelung auf.

Gebäude

Hauptartikel: Prielhof

Der Prielhof war früher die Meierei des Schlosses Mondsee

Theater

Junge Bühne Mondsee, Ensemble 2010 für "Schlüssel für zwei"

Der Mondseer Jedermann

Hauptartikel: Der Mondseer Jedermann

Dieses Schauspiel wurde seit seiner Uraufführung im Jahr 1922 mehr als 600 Mal im Sommer aufgeführt.

Junge Bühne Mondsee

Hauptartikel: Junge Bühne Mondsee

Die Theatergruppe Junge Bühne Mondsee hat ihre Aufführungen hauptsächlich in den Wintermonaten. Die Mitgliedschaft zwischen den beiden Bühnen in Mondsee ist fließend, d. h. mehrere Theaterspieler der Jungen Bühne Mondsee wirken fallweise auch beim Ensemble des Mondseer Jedermanns mit.

Museen

Das Mondseer Rauchhaus in einer Westansicht

Das Pfahlbaumuseum

Hauptartikel: Pfahlbaumuseum Mondsee

Das Pfahlbaumuseum befindet sich gemeinsam mit dem Heimatmuseum in der ehemaligen Klosterbibliothek des Kloster Mondsees. Bildtafeln zeigen alte Vorstellungen von Pfahlbauten und alte Methoden der Fundbergung sowie die neuen Forschungsmethoden. Matthäus Much[1], Altmeister der österreichischen Pfahlbauforschung, entdeckte 1872 das Pfahlfeld See und 1874 das Pfahlfeld Scharfling am Mondsee.

Das Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus

Hauptartikel: Mondseer Rauchhaus

Es zeigt die im Mondseeland einst allgemein verbreitete Gehöftform: das Rauchhaus und die dazugehörenden Nebenbauten wie Hütten mit eingebautem Troadkasten, Hoarbad, Hausmühle, Dörrbadl, Kapellenbildstock und Austragshäusl. Erstmals wird das Anwesen 1416 urkundlich erwähnt und bedeckt mit den Zubauten ("Zuaspang" und "Strahittn") eine Bodenfläche von 323,5 m². Die besondere Eigenheit dieser Hausform ist das Fehlen eines Rauchfanges. Der Rauch zog frei durch die Schindelfugen im Dach ab und diente zum Trocknen des Getreides, dass über dem Herdraum auf dem Rauchboden ("Rauh") in Graben aufgestellt war.

Das Bauernmuseum Mondseeland

Hauptartikel: Bauernmuseum Mondseeland

Es wurde am 30. Mai 2009 eröffnet und widmet sich der neueren Geschichte des Bauernstandes im Mondseer Land mit Schwerpunkt Beginn der Mechanisierung bis heute. Im Museum befindet sich ein Veranstaltungsraum.

Das Salzkammergut-Lokalbahn-Museum

Hauptartikel: Salzkammergut-Lokalbahn-Museum Mondsee

Das Salzkammergut-Lokalbahn-Museum befindet sich in der Nähe des Strandbads Mondsee. Das Museum wurde im letzten noch erhaltenen Heizhaus der Ischlerbahn, wie die Salzkammergut-Lokalbahn auch genannt wurde, 1996 eröffnet. Es zeigt die Geschichte der Ischlerbahn - sowie auch diverse Fahrzeuge, Lokomotiven und Waggons - der viel besungenen Schmalspurbahn.

Die SKGLB hatte eine Zweigstrecke von Bahnhof St. Lorenz bis zum Bahnhof Mondsee, wobei die Stammstrecke vom Salzburger Lokalbahnhof bis zum Staatsbahnhof Bad Ischl führte.

Gewerbegebiet Mondsee

Gewerbegebiet Mondsee

Das Gewerbegebiet Mondsee liegt nördlich des Ortszentrums von Mondsee an der B 154, der Mondsee Straße, auf dem Gemeindegebiet von Tiefgraben. Der Gewerbepark Mondsee ist Teil des Gewerbegebietes. Durch die Nähe zur Westautobahn ist es auch sehr verkehrsgünstig gelegen.

Technologiezentrum Mondseeland

Das Technologiezentrum Mondseeland wurde im Jänner 2008 im Gewerbegebiet der Gemeinde eröffnet. Es ist geplant, vom nördlich der Westautobahn geplanten neuen Kreisverkehr eine eigene Aufschließungsstraße für das Mondseer Gewerbegebiet zu errichten.

Musik

  • Bürgermusikkapelle Mondsee

Verkehr

Mondsee ist im Norden an die Westautobahn mit einer Abfahrt angeschlossen. Von Straßwalchen führt von Norden über Irrsdorf und Zell am Moos die B 154, die Mondsee Straße, durch die Marktgemeinde, um in südliche Richtung nach St. Gilgen weiter zu führen.

Den Mondsee kann man von Mondsee aus im Süden über die B 154 und weiter über eine Landestraße und dann am nördlichen Ufer auf der B 151 (Attersee Straße) umrunden.

Mondsee hat durch großzügige Parkplätze im Süden der Marktgemeinde in der Nähe des Seeufers den Verkehr weitgehend aus dem Zentrum verbannen können. Es gibt noch Parkplätze neben der Basilika Mondsee. Seit 1. Mai 2011 regeln Poller die Zufahrt zum Marktplatz, der Teil einer neuen Fußgängerzone ist. Einsatzfahrzeuge und Ärzte haben Zufahrts-Codes, Hochzeitskutschen sowie "Hochzeitskonvois" können über die Herzog-Odilo-Straße und über die Seeallee über - dann ausnahmsweise - gesenkten Poller zur Basilika Mondsee nehmen.

Ansässige Unternehmen

Bildung

Bürgermeister

  • Otto Mierl, DI KommR, von 1991 bis 2009
  • Karl Feurhuber, seit 2009

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Marktgemeinde

Ehrenbürger

  • Otto Mierl, DI KommR (am 6. Dezember 2009 verliehen)
  • Josef Pühringer, Dr. und Landeshauptmann von Oberösterreich (am 6. Dezember 2009 verliehen)

Bilder

 Mondsee (Ort) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks und Quellen

Fußnoten

  1. siehe Wikipedia Matthäus Much