Historischer Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen

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Falknermeisterin Rebekka Bloßfeld im Arbeitseinsatz während einer Greifvogelschau
Birgit Schmid, Falknerin im Landesfalkenhof
Falknermeisterin Rebekka Bloßfeld

Der Historische Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen in der Pongauer Marktgemeinde Werfen erinnert an die Zeit, als die Festung Hohenwerfen von den Salzburger Erzbischöfen als Jagdsitz genutzt wurde.

Allgemeines

Die Festung Hohenwerfen beherbergt neben dem Landesfalkenhof Österreichs erstes Falknereimuseum mit Geifvogel-Lehrpfad. Von April bis November werden zweimal täglich Flugvorführungen durchgeführt, die einen Einblick in die hohe Kunst der Beizjagd geben, die in einigen Kulturkreisen, auch in Österreich, heute noch ausgeübt wird.

Dies wird häufig kritisiert, aber die Jagd mit Vögeln ist keine Quälerei. Es ist eine der ältesten Jagdarten der Menschengeschichte, ein Kulturgut. Es ist völlig legal und fair. Die Vögel machen nur das, was sie in der Natur auch tun. Außerdem jagen sie selektiv, also zuerst die schwachen, alten und kranken Tiere.

Die Vorführungen sind Auszüge aus der täglichen Trainingsarbeit und Jagdvorbereitung. Dieses Training dient der artgerechten Haltung und fördert die Zusammenarbeit von Mensch und Vogel - mitunter ein harter Weg. Eigentlich sind Vögel extrem scheu. Davon ist bei der Schau nichts zu bemerken. Bei der Übung Faustappell kommen die Tiere zutraulich immer wieder zu den Falknern zurück. Eine andere Übung ist das so genannte Federspiel, wobei ein hufeisenförmiger Lederkörper mit Fasanenfedern von den Falknern durch die Luft geschwenkt wird. Damit wird ein Flugbeutetier nachgeahmt. Die Falken lernen so spielerisch jagen und fliegen. Bis zu 300 km/h schnell können die kleinen Greifvögel im Sturzflug werden.

Im Frühjahr 2002 war den Falknern erstmals die Nachzucht von Sakerfalken in Gefangenschaft gelungen.

Fürsterzbischöfliche Jagdgesellschaft

Bei dieser Sonderveranstaltung wird zweimal täglich der Besuch des Landesfürsten nachgestellt. Der Landesfürst wird mit einer Sänfte in den Landesfalkenhof getragen und von der Jagdgesellschaft unter den Klängen von Hof- und Jagdmusik begrüßt. Gleich darauf beginnt die faszinierende Flugvorführung des Landesfalkenhofes. In historischen Kleidern versuchen die Falkner ihren Greifvögeln wie Jagdfalken, Milanen, Eulen, Adlern und Geiern besonders spektakuläre Flüge zu entlocken, um den kritischen und sehr hohen Ansprüchen des Landesfürsten genüge zu tun. Den Höhepunkt dieser Aufführung bildet das Eintreffen des Pflegers und seiner weiblichen Begleitung auf Lipizzanern und Furioso – zwei altösterreichischen Pferderassen – die dann eine außergewöhnliche Kostprobe bieten: Die hohe Schule der Beizjagd mit dem Falken vom Pferd aus.
Als Abschluss gibt der Erzbischof in einer Laudatio seine Beurteilung der Flugvorführungen bekannt.

Öffnungszeiten

Die Festung Hohenwerfen ist zu folgenden Zeiten geöffnet (2015): 1. bis 30. April: Dienstag bis Sonntag von 9:30 bis 16:00 Uhr; 1. Mai bis 19. Juli: Montag bis Sonntag von 9:00 bis 17:00 Uhr; 20. Juli bis 14. August: Montag bis Sonntag von 9:00 bis 18:00 Uhr; 15. August bis 30. September: Montag bis Sonntag von 9:00 bis 17:00 Uhr; 1. bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag von 9:30 bis 16:00 Uhr (19. Oktober geschlossen).

Der Eintrittspreis (2015) für Erwachsene beträgt elf Euro (Burgführung, Museen & Greifvogel-Vorführungen), mit Lift 14,50 Euro und für Kinder sechs Euro (mit Lift: acht Euro). Familien-Tickets für zwei Erwachsene und eigene Kinder zwischen sechs und 15 Jahren kosten 26,50 Euro (mit Lift: 34,50 Euro).

Greifvogel-Flugvorführungen des Salzburger Landesfalkenhofes

In den großen Sommerferien finden von 21. Juli bis 15. August täglich um jeweils 11.15 Uhr, 14:15 Uhr und 16:30 Uhr die Greifvogel-Flugvorführungen statt. Außerhalb dieser Zeit: täglich um 11:15 und 15:15 Uhr.

Quellen