Festung Hohenwerfen

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Festung Hohenwerfen
Karte
Herbstimpression Burg Hohenwerfen
Festung Hohenwerfen
Festung Hohenwerfen
Blick in den Innenhof der Burg
Blick aus einer Scharte ins Tal auf die Tauernautobahn
die Festung im aufsteigenden Nebel, dahinter das Hochkönigmassiv

Die Festung Hohenwerfen in Werfen im nördlichen Pongau steht auf einem 155 Meter hohen Berg im Salzachtal, ca. 40 km südlich der Stadt Salzburg. Sie ist Mitglied der Dachmarke hello salzburg.

Geschichte

Der Berg der Burg ragt zwischen dem Tennen- (im Osten) und Hagengebirge (im Westen) aus dem Salzachtal. Ihr Bau, ursprünglich eine Hochmittelalterliche Burg geht wie jener der Festung Hohensalzburg auf das 11. Jahrhundert zurück. Baubeginn war 1077. Während des Bauernkriegs wurde die Anlage 1525 beschädigt. Erst 1876 wurde sie als Festung aufgelassen. Josef Steinwender, der in die Geschichte als der "stumme Gefangene" eingegangen ist, war 24 Jahre in dieser Festung. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau übernachtete auf seiner Flucht vor den bayerischen Truppen im Salzkrieg im Oktober 1611 in dieser Festung.

1898 bis 1938 war sie im Besitz von Erzherzog Eugen von Österreich. 1931 kam es zu einem Großbrand in der Festung. Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland ging die Festung in den Besitz des Gaues Salzburg über und war Gauschulungsburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie bis 1987 Ausbildungsstätte der österreichischen Bundesgendarmerie und diente auch zum Teil als Jugendherberge.

Filmkulisse

Die Burg diente als Kulisse für zahlreiche Filme.

1965 wurde sie Drehort zum Film The Sound of Music (Trapp-Familie); 1968 wurden dort Außenaufnahmen für den WK-II-Action-Film Agenten sterben einsam (Where Eagles Dare) mit Richard Burton und Clint Eastwood in den Hauptrollen gedreht. 1971 wurden die Außenaufnahmen für den Film Kinderarzt Dr. Fröhlich mit Roy Black, einem deutschen Schlagersänger, in der Hauptrolle auf der Burg gedreht, die dafür zu einem Kinderheim umfunktioniert wurde.

Erlebnisburg

Hauptartikel: Historischer Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen

Heute wird die eindrucksvolle Burg als "Erlebnisburg" für Veranstaltungen wie Konzerte, Theater-und Brauchtumsabende genutzt. Eine besondere Attraktion stellt dabei der historische Landesfalkenhof mit täglichen Flugvorführungen verschiedener Greifvögel dar. Für Jugendgruppen und Schulklassen werden auf der Burg spezielle Führungen angeboten. Im Rahmen des museumspädagogischen Programms soll den Kindern und Jugendlichen so das Leben im Mittelalter vermittelt werden. Die Führung präsentiert Verlies, Folter- und Waffenkammer, Fürstenzimmer, eine beeindruckende Flugvorführung, den Greifvogel-Lehrpfad und das Österreichische Falknereimuseum.

In den Sommermonaten finden in regelmäßigen Abständen "Mystische Märchenwanderungen" auf Hohenwerfen statt. Während des Aufstiegs können die erlebnishungrigen Besucher an verschiedenen Stationen wie der Vogeltenn, dem Pferdestall, im Salzachturm, im Bereich der Falknerei und dem mystischen Kasemattengewölbe eine spannende und oft auch lustige Reise in die Welt der Märchen, Mythen und Legenden wagen. Begleitet von mittelaterlicher Dudelsackmusik werden Geschichten über Zauberer, Hexen, Drachen, Riesen und Ritter erzählt.

Burgkapelle zum hl. Sigismund

Die heute einschiffige Burgkapelle war ursprünglich ein dreischiffiger Bau aus dem 12. Jahrhundert. Der nördliche Verbindungsgang, das ehemalige linke Seitenschiff, weist romanische Fresken auf. Ebenso aus dieser Zeit stammen die beiden gedrungenen Säulen mit Blattkapitellen zuseiten des Eisengitters im mittleren Rundbogen. Der jetzige Bauzustand geht auf die Bauphase im 16. Jahrhundert zurück.

Der Hochaltar aus dem Jahre 1650 ist eine Arbeit des Werfener Tischlermeisters Konrad Schwarz. In der Mittelnische befindet sich ein Auferstehungschristus sowie zwei spätbarocke Statuen von Dominikus Plasisganig aus dem 18. Jahrhundert. Die beiden Seitenaltäre entstanden etwa gleichzeitig mit dem Hochaltar. Die Altarbilder zeigen auf der linken Seite Christus am Ölberg und auf der rechten Seite den heiligen Benno von Meißen. Die achteckige Kanzel, die ursprünglich für die Pfarrkirche Werfen angefertigt worden war, wurde 1663 verkleinert und in der Schlosskapelle eingebaut.

Öffnungszeiten 2018[1]

Geöffnet ab 30. März 2018.
März, April, Oktober und November: 9:30 bis 16:00 Uhr, am Montag Ruhetag! (ausgenommen Feiertage)
Mai – September: 9:00 bis 17:00 Uhr
17.Juli - 18. August: 9:00 bis 18:00 Uhr

Die Burg ist über einen 15-minütigen Fußweg erreichbar. Gegen Aufpreis können Besucher einen Personenaufzug benützen, der direkt in den oberen Burghof führt.

Bilder

 Festung Hohenwerfen – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Festung Hohenwerfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

  • Kirchenführer des Pfarrverbandes Pfarrwerfen-Werfen-Werfenweng
  • Augustin Jungwirth: Die Glocken und Glockengießer Salzburgs. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 75, 1935

Einzelnachweise

  1. Salzburger Woche, Ausgabe Pongauer Nachrichten, 22. März 2018 Salzburgs Burgen starten in den Frühling