Johann I. von Neuberg

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Basilika Seckau, Bischofskapelle, Halbfigurenportrait Bischof Johann I. von Neuberg.jpg

Johann von Neuberg (* um 1330; † 11. Juni 1399) war Bischof von Seckau.

Johann von Neuberg stammte aus einer steirischen Ministerialienfamilie, das sich nach dem oststeirischen Schloss Neuberg bei Hartberg b benannte. Der Salzburger Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim war sein Onkel. 1354 bis 1360 war er Pfarrer von Hartberg, danach Diakon der Erzdiözese Salzburg. Johann von Neuberg studierte in Padua kanonisches Recht. 1359 erfolgte seine Priesterweihe. Durch die Förderung seines Onkels wurde er 1376 bis 1380 Domherr von Passau und von 1371 bis 1385 Pfarrer von Laufen an der Salzach.

Nach dem Tod des Seckauer Bischofs Ulrich von Weißeneck wurde Johann von Neuberg zu dessen Nachfolger ernannt, der Papst bestellte jedoch Augustin Münzmeister von Breisach. Das Besetzungsrecht stand jedoch dem Salzburger Erzbischof zu. Der folgende Rechtsstreit endete zu ungunsten Johanns. Sein Onkel wollte ihn daraufhin zum Bischof von Gurk machen, doch unterlag er hier dem Kandidaten von Herzog Albrecht, Johann von Mayrhofen.

Nach dem Tod Bischof Münzmeister von Breisachs wurde Johann erneut zum Seckauer Bischof ernannt und am 14. April 1380 geweiht. Im großen Schisma stand Bischof Johann mit dem Salzburger Erzbischof auf Seiten Avignons.

In seiner Amtszeit konnte er die Schulden seines Vorgängers abbauen. Burg Seggau bei Leibnitz, wo er sich meist aufhielt, ließ er ausbauen. Da er in seinen letzten Regierungsjahren oft kränklich war, wurde ihm ein Koadjutor, bei dem es sich wahrscheinlich um den späteren Nachfolger Friedrich von Perneck handelte, zur Seite gestellt. Johann resignierte als Bischof und starb bald darauf. Sein Grab befindet sich im im Dom von Seckau beigesetzt.


Quelle

Zeitfolge