Kamberkrebs

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Kamberkrebs (männlich)

Der Kamberkrebs (Orconectes limosus) ist ein Gliederfüßer aus der Ordnung der Zehnfußkrebse (Decapoda).

Allgemeines

Der Kamberkrebs ist kleinwüchsiger Krebs, der kaum über 10 cm Körperlänge hinauskommt, mit kleinen Scheren. Die Farbe ist gewöhnlich ein helles Braun. Leicht erkennbar ist er an den dunkelbraunen Querbinden, die auf jedem Segment des Hinterleibs zu sehen sind. Wegen seiner Kleinheit ist er als Speisekrebs nicht allzu begehrt.

Der Kamberkrebs gehört zu Familie der Neuweltlichen Flusskrebse (Cambaridae). Er ist in Nordamerika heimisch. Im Jahr 1890 wurden 100 Tiere nördlich von Berlin angesiedelt, von denen vermutlich alle heutigen Bestände in Deutschland, Polen, Frankreich und Österreich abstammen. Er sollte den durch die Krebspest stark dezimierten Edelkrebs ersetzen. Da er gegen die Krebspest immun, aber selber Träger des Krankheitserregers ist, trägt er seinerseits zur Verbreitung der Krebspest bei und verdrängt so die Europäischen Flusskrebse. Er ist in West- und Mitteleuropa bereits die häufigste Flusskrebsart und breitet sich weiter aus.

Der Kamberkrebs lebt in großen Flüssen und Seen. Gegenüber Gewässerverschmutzung und Sauerstoffmangel ist er äußerst unempfindlich. Er hält sich bevorzugt auf dem schlammigen Gewässergrund auf und ist auch tagsüber sehr aktiv.

Der Kamberkrebs im Land Salzburg

Wie sich in den Jahren 2002 und 2003 bei der Kartierung der Salzburger Flusskrebse ergab, kommt der Kamberkrebs im Land Salzburg nur im Zeller See und im Fuschlsee vor.

Im Herbst 1969 setzte Reinhard Spitzy an die 7 000 Kamberkrebse, die aus den Havelseen um Berlin stammten, in den Fuschlsee, den Zellersee und in kleinere Gewässer aus. Halten konnten sich diese Populationen nur im Zeller See und im Fuschlsee.

Quellen

Literatur

Weiterführend

Für Informationen zu Kamberkrebs, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema