Hauptmenü öffnen

Kirchenchor Faistenau

Kirchenchor Faistenau mit Pfarrer Klaushofer am 28. Juni 1936. Sitzend rechts: Organist Rupert Mayr,[1] sitzend mittig: Organist Michael Jung.[2]
Kirchenchor Faistenau, wohl ~ 1949, sitzend zweite von rechts: Rosi Weißenbacher

Der Kirchenchor Faistenau war ein Chor in der Flachgauer Gemeinde Faistenau, der 1933 von Pfarrer Franz Xaver Klaushofer gegründet wurde und bis 2004 bestand. Er sang zu Gottesdiensten in der Pfarrkirche Faistenau und bei Prozessionen. 2004 ging der Chor im sogenannten Foast.Xong auf.

Gründung

Im Herbst 1933 kam Pfarrer Franz Klaushofer nach Faistenau. Er begann schon bald einen neuen Kirchenchor aufzubauen. Nach Aussagen damaliger Sänger wurde zu Ostern 1935 das erstemal die „Vatermesse“ gesungen. Es wurden dann auch einige größere und auch gewöhnliche lateinische und auch deutsche Messen einstudiert, auch viele Lieder, von denen auch noch etliche vorhanden sind. Es war jeden Sonntag zwischen den beiden Gottesdiensten (Früh- und Hauptgottesdienst) um ca. ½8 Uhr (= 7:30 Uhr) Probe im Pfarrhof. […]
Pfarrer Klaushofer gründete damals auch den Chorverein Faistenau. Er bestand aus mitwirkenden und unterstützenden Mitgliedern.
1938:
Durch die politischen Ereignisse dieses Jahres hat sich auch beim Kirchenchor einiges geändert. Der Chorverein wurde aufgelöst und verboten, als Pfarrer Klaushofer im Herbst 1938 verhaftet wurde und nicht mehr nach Faistenau kommen durfte. Auch Oberlehrer Mayr wurde versetzt.[3] Als Organist kam dann ein Frl. Wonnebauer aus Hof nach Faistenau. Manche Sänger verließen den Chor, einige Männer mußten später einrücken. Trotz der unguten Ereignisse jener Zeit hielten etliche Sänger fest zusammen und es wurden an den Festtagen immer noch feierliche Messen gesungen.
[…].[4]

Quellen

  1. Oberlehrer Rupert Mayr, Mindlbauernsohn aus Anif (jetzt: Muendlbauer Anif, Römerstr. 2) (* 4. Juli 1905 in Anif; † 26. Feber 1973 in Fuschl am See)
  2. Abbildung in: Roman Schmeißner: Geschichte der Orgeln in Faistenau. In: Alois Linder-Orgel, Pfarrkirche Faistenau, Sankt Jakob 2018, S. 55.
  3. Oberlehrer Rupert Mayr wurde von den Faistenauer Nazis als Hitler-Gegner denunziert, kam kurz im Bezirksgericht Thalgau ins Gefängnis und wurde gekündigt. Erst später wieder durfte er als Lehrer in der VS-Thalgauegg arbeiten.
  4. Josef Klaushofer: GESCHICHTE des Kirchenchores Faistenau. Geschrieben nach den Erinnerungen eines alten Chorsängers, Kleine Irrtümer möglich.