Kleinkraftwerk in der Münzgasse in der Stadt Salzburg

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Blick auf die Francis-Turbine im Maschinenraum des Kraftwerks.

Das Kleinkraftwerk in der Münzgasse in der Altstadt der Stadt Salzburg wurde 2020 revitalisiert.

Geschichte

Das Gebäude hieß früher „Städtisches Kühlhaus“ und verkaufte auch Kunsteis.

In den Turbinenraum des Wasserkraftwerkes gelangt man über einen Innenhof des Gebäudes Münzgasse 1. Der Technikraum des Kraftwerks, das vom Wasser des Neutorarms des Almkanals angetrieben wird, ist im Wesentlichen noch im Originalzustand, wie er 1903 errichtet worden war. Seither produziert es Strom. Bei der Kraftwerksturbine handelt sich um eine Francisturbine, die über ein Druckrohr mit 7,5 Metern Fallhöhe und einer Wassermenge von 1 400 Litern pro Sekunde versorgt wird. Während der alljährlich im September stattfindenden Almabkehr stehen zwei Dieselaggregate zur Notstromerzeugung bereit. Der Einlauf zum Kraftwerk befindet sich hinter dem Gstättentor. 2010 betrug die Jahresleistung des Kleinkraftwerkes 424 000 Kilowattstunden Strom.

Um 2000 wurde die Anlage zum letzten Mal überholt. 2020 investierte die Stadtgemeinde investierte 100.000 Euro in die Erneuerung. Durch die Revitalisierung wurde die Leistung um 20 Prozent gesteigert. Es wurde ein neuer Generator zur Stromerzeugung eingebaut, der Riemenantrieb verbessert sowie Abnützungen der Turbine ausgebessert. 1 400 Liter Wasser strömen pro Sekunde in das Kraftwerk, deren Francis-Turbine pro Jahr rund 420 000 Kilowattstunden Energie erzeugt. Das entspricht dem Jahresverbrauch von knapp 100 Haushalten.

Den Großteil des Stroms nimmt die Salzburg AG ab. Mit dem Rest werden die Festspielhäuser, das Landes- und Salzburger Marionettentheater sowie das Mozarteum versorgt. Dort wird bei einem Stromausfall die Notbeleuchtung mit Strom aus der Münzgasse versorgt. Zukünftig sollen nun aber auch städtische Gebäude versorgt werden.

Weblink

Quelle