Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich

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Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich (* 15. Mai 1773 Koblenz, Rheinland-Pfalz; † 11. Juni 1859 Wien) war österreichischer Außenminister und Staatskanzler und damit von 1809 bis 1848 der wichtigste Staatsmann Österreichs.

Metternich und Salzburg

Nach den Napoleonischen Kriegen war das Schicksal des Landes Salzburg, das zwar von 1806 bis 1809 zu Österreich gehört hatte, seit 1810 aber Teil des Königreichs Bayern war, noch unklar.

Im Rieder Vertrag von 1813, in dem Napoleons bisheriger Verbündeter Bayern auf die gegnerische Seite wechselte, war die Grenzziehung noch offengelassen worden, und auch der Wiener Kongress von 1814/15 hatte noch nicht die Entscheidung gebracht.

Kaiser Franz I. hatte Metternich deutlich gemacht, dass er „auf die Zurücknahme Salzburgs auf keinen Fall verzichten werde“. Dem Rheinländer Metternich erschien die Salzburg-Frage vor dem Hintergrund der Neuordnung Deutschlands, insbesondere der anzustrebenden Stärkung Österreichs gegenüber Preußen, minder wichtig. So musste der Kaiser ein Machtwort sprechen und stellte ihn vor die Wahl, sein Amt niederzulegen oder Salzburg für Österreich durchzusetzen:

„Ich kann Ihnen nur befehlen, die Salzburger, Innviertler und Hausruckviertler Sache durchzusetzen, wenn nicht mit Gutem, mit Gewalt, und zwar bald, da die Ehre der Monarchie es erfordert und jede Verzögerung die Sache erschwert.“

Diesem Willen musste sich Metternich und dann auch Bayern, das nicht auf die Hilfe anderer Mächte zählen konnte, beugen: Bayern behielt nur den Rupertiwinkel; den Rest des Landes Salzburg sowie das Inn- und Hausruckviertel musste es im Münchner Vertrag vom 14. April 1816 an Österreich abtreten.

Weiterführend

Für Informationen zu Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Quellen