Kulturaustausch Salzburg - Coburg

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Symbol des Kulturaustausches zwischen Coburg und Salzburg - Reifenbaum im Lainerhof

Der Kulturaustausch Salzburg-Coburg besteht seit 2005.

Allgemeines

Seit 2005 finden rege Kontakte des Kulturaustausches zwischen der Stadt Salzburg und der Stadt Coburg in Deutschland statt. Dies äußert sich in regelmäßigen gegenseitigen Besuchen mit Darbietungen und guten persönlichen Kontakten. Als Salzburger Partner war in dieser Verbindung bisher hauptsächlich der Gauverbandschor Salzburg sehr aktiv. Freundschaftliche Beziehungen und Begegnungen mit auswärtigen Chören zählen ebenso wie die eigene Gemeinschaft zu den Prinzipien der Salzburger Volkskultur.

Frühere Verbindungen von Coburg zu Salzburg und Mozart

Es sind in den Kunstsammlungen der Veste Coburg Handschriften Mozarts von elf seiner Werke verwahrt. Wolfgang Amadé Mozart war auch mit dem in Coburg geborenen Komponisten Anton Schweitzer befreundet. Aus Niederfüllbach bei Coburg stammte der Komponist, Sänger und Dirigent sowie spätere künstlerische Leiter der Wiener Hofoper, Carl August Freiherr von Lichtenstein. Er hatte im Jahr 1801 Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ in Wien bekannt gemacht, die er bereits im Jahr 1794 in Niederfüllbach unter freiem Himmel kennengelernt hatte. Mozart schrieb 1789 den Contretanz „Der Sieg vom Helden Coburg“.

Wie alles begann...

Am Beginn dieses Kulturaustausches stand ein Lied aus dem Salzburger Land: „Es håt sich heut’ eröffnet...“. Damit war die Grundidee geboren Coburgs Volkskultur neu zu definieren und in der Zukunft weiter zu entwickeln. Der Schauspieler Christoph Angerer aus Oberalm wurde 2004 (damals in Coburg tätig) von der Kulturabteilung der Stadt Coburg beauftragt, einen Entwurf für ein neues Coburger Adventsingen zu gestalten, wobei seine Hauptintention war, eine Balance zu schaffen: Traditionell-fränkisches (nicht gemeint ist hier: alt-fränkisch, also: alt-modisch) mit Neuem - also gegenwärtigen Einflüssen - zu verbinden.

Die ehemalige Residenzstadt des Herzogtums Coburg liegt zwischen dem Oberen Maintal im Süden und dem Thüringer Wald im Norden, besitzt besonderen Reichtum an Kunstschätzen und ist mit der „Veste“ und der geschichtsträchtigen Altstadt – besonders reizvoll. Coburg war Jahrzehnte lang geographisch gesehen bis zum -Fall der Mauer- eine Enklave der Abgeschiedenheit und die Suche nach neuer Identität auch im Sinne von Authentizität liegt daher nahe. „Es håt sich heut’ eröffnet...“ ein Volkslied welches im Auftrag von Christoph Angerer von der Mundartdichterin Anneliese Hübner ins Fränkische übertragen wurde, galt als würdiger Abschluss des Coburger Adventsingens 2004 und war das Weihnachts-Geschenk der Mitwirkenden an die Coburger/innen. „Es hot sich hait geöffnt...“ heißt es hier im Fränkischen. Ein Lied welches nun in aller Munde ist, sich großer Beliebtheit erfreut und von vielen Chören Coburgs und seiner Umgebung in ihr Repertoire aufgenommen wurde.

Die Pflege von „echter“ (=ehrlicher) Volksmusik‚ das Bewahren von überliefertem Volkslied sowie Brauchtum, aber dabei immer im Blick haltend das nicht erstarren wollen in eine museal anmutende Volkskunst und ein neues Bewußtsein zu schaffen damit Sprache –Dialekt - als eine lokale Ausdrucksform innerhalb der Gesellschaft wieder angemessene Bedeutung erlangt, das sind nur einige wenige Gedanken die diesem Kulturaustausch zu Grunde liegen.

Wie kann man das besser realisieren als mit einer Partnerschaft, mit Freunden aus dem Alpenländischen - dem Salzburger Land.

Auf Einladung der kreisfreien Stadt Coburg – begab sich erstmals der „Chor des Gauverband der Stadt Salzburg“ – mit Chorleiter Erwin Angerer und Obmann Hannes Niedermayer – auf eine vorweihnachtliche Konzertreise. Zu einem ausgewählten Rahmenprogramm gestaltete der Chor mit dem „Oberalmer Dreiklang“, der „Himmelreich Musi“ und den „Jagdhornbläsern Groß-Siegharts“ - anlässlich des „Coburger Adventsingens“ – unter dem Thema: „Bethlehem is’ überåll“ - eine „Adventliche Stunde“ mit Lesung, Gesang und Musik.

Die Veranstaltung wurde vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. Die Coburger Presse (Coburger Tageblatt und Neue Presse) berichtete ausführlich über den sehr gelungenen Abend im Kongresshaus Rosengarten Coburg. Der Anfang des Kulturaustausches mit Coburg war geschaffen und ging 2014 schon in das zehnte Jahr des Bestehens.

Programm einer Veranstaltung des Kulturaustauschen mit Salzburg in Coburg

Am 10. Dezember 2011 fand im Kongreßhaus Rosengarten in Coburg eine Veranstaltung statt.

Veranstalter: Amt für Schulen, Kultur u. Bildung – Kulturabteilung
„Heilige Nacht“ Eine Weihnachtslegende von Ludwig Thoma
Lesung mit Gesang, Musik und zwei Monologen von Prof. August Rettenbacher, szenisch in fünf Bildern dargestellt
Mitwirkende: Gauverbandschor Salzburg, Männerensemble Gauverband, Himmelreich Musi, Alphornbläser Hinterschroffenau
Monologe:
Franz Geßl - Hirte,
Horst Ametsreiter - Wirt,
Singverein Niederfüllbach im Sängerkreis Coburg,
Sprecher: Dieter Anton Pohl
Leitung: Carolin Heckel - Erwin Angerer

Im Foyer wurden Salzburger Weihnachtsgebäck und Getränke kredenzt.

Veranstaltungen 2014

Die gemeinsamen Veranstaltungen im Jahr 2014 werden voraussichtlich inm Dezember in Coburg stattfinden

Weblink

Quelle