Ludwig Hohenwarter

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Ludwig Hohenwarter (li) und Franz Fuchs

Ludwig Hohenwarter (* 13. August 1938 in Unken) ist regionaler Chronist in seiner Heimatgemeinde Unken im Pinzgau.

Leben

Hohenwarter, vulgo Möschl Lugg, kam als lediger Sohn Ludwig Stahl am Möschlhof zur Welt. Durch Heirat der Eltern erhielt er später den Namen Hohenwarter. Nach der Schule erlebte er den rauen Alltag eines Jungknechts. Um vier Uhr Früh stand er auf und arbeitete bis es stockfinster war, im Sommer wie im Winter bei oft klirrender Kälte. Ochsen zum Holztransport einspannen oder den 80 kg schweren Schlitten auf den Berg ziehen waren u. a. seinen Tätigkeiten.

Dann wurde er Bauarbeiter, was ihm mehr Lohn brachte. Während der baufreien Wintermonate ließ er sich zum Bautechniker und Pädagogen ausbilden. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 war er 25 Jahre lang Fachlehrer an der HTL Saalfelden am Steinernen Meer.

15 Jahre war er auch sozialdemokratischer Gemeinderat, weiters Mentor für die Alpenvereinsjugend und bei der Salzburger Berg- und Naturwacht.

2010 feierte er mit seiner Frau Rosemarie die "Goldene Hochzeit". Das Paar hat vier Kinder und sieben Enkelkinder (2013).

Er wurde 2010 von der Gemeinde Unken zum Ehrenbürger ernannt.

Der Historiker

Ludwig Hohenwarter war auch Chefredakteur der vielbeachteten Unkener Chronik "Bei uns in Unken - Vergangenes und Gegenwärtiges aus einem Dorf inner Gebirg", seit 2006 Leiter des Gemeindearchivs, Hauptorganisator des Projektes "Frieden Schützen" in Unken. Er ist hauptverantwortlich für die Gestaltung der dazugehörenden Themenwegstationen und Verfasser zahlreicher Festschriften, u.a. zuletzt für das 250-Jahr-Jubiläum der Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren. Er gehört zu den Gründern der Kniepaß-Schützen Unken.

Hohenwarters Wissen über frühes Brauchtum, Handwerk, Hofgeschichte, über Holzarbeit und die Holztrift im Saalachtal ist in vielen Schriften, Ausstellungen und Vorträge eingeflossen.

Ludwig Hohenwarter bei einem Diskussionsbeitrag zum Thema "Entstehung der Almen" beim Chronistenseminar Juni 2018

Werke

  • Festschrift 850 Jahre Unken: Bei uns in Unken. Vergangenes und Gegenwärtiges aus einem Dorf inner Gebirg. Hrsg. Gemeinde Unken. Unken 2000.
  • Autobiografie Vom Bauernknecht zum Ehrenbürger

Weblinks

Quellen