Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Unken)

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Pfarrkirche Unken
Pfarrkirche Unken
Die 2022 restaurierte Albert-Mauracher-Orgel.

Die Pfarrkirche zum hl. Jakobus den Älteren ist die Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarre Unken und steht in der Mitterpinzgauer Gemeinde Unken.

Patrozinium

Das Patrozinium wird am Jakobitag, dem 25. Juli, begangen.[1]

Beschreibung

Die spätbarocke Kirche war einst Anlaufstelle für viele Pilger, die aus Osteuropa zu Pilgerstätten in West- und Südwesteuropa pilgerten; unter anderem natürlich auch für Pilger, die zum Jakobsweg in Spanien unterwegs waren. So wurde sie auch dem hl. Jakobus dem Älteren geweiht. Sie steht unter Denkmalschutz.

Der Bau der heutigen Unkener Kirche ist einem verheerendem Brand geschuldet: Als man am 5. September 1756 das Unkener Kirchweihfest feierlich begangen hatte und bis spät in die Nacht beim Kirchenwirt feierte, brach in den Stallungen des Wirtshauses um Mitternacht ein Brand aus. Dabei kam ein sechsjähriger Bub ums Leben, das Wirtshaus und die Kirche brannten nieder. Vier Tage darauf kam Fürsterzbischof Sigmund von Schrattenbach auf der Rückfahrt von einer Firmungsreise in das Dorf und besichtigte die Schäden. Die Kirchenruine wurde provisorisch hergerichtet, durch Holzpfeiler abgestützt und mit einem Notdach aus Brettern versehen. Beim Neubau der Kirche hat man die sonst übliche Ausrichtung nach Osten außer Acht gelassen und den Altarraum an der Westseite, sowie den Turm an der Ostseite des Langhauses errichtet.

Auf dem Hochaltar der Unkener Kirche ist Jakobus der Ältere wie üblich als Pilger mit Stab, Trinkflasche und Muschel abgebildet. Dabei war der Apostel gar kein Pilger. Er wurde aber seit dem Mittelalter derart mit dem Gnadenort Santiago de Compostela und den Pilgerströmen dorthin in Verbindung gebracht, dass man ihn hierzulande fast ausschließlich als Pilger dargestellt findet.

Neben einer Weihnachtskrippe gibt es alljährlich auch eine Fastenkrippe zu sehen.

Orgel

Große Löcher im Blasebalg, Pedalkoppeln, die nur noch auf wenigen Tönen funktionsfähig waren oder stark verschmutze Pfeifen – die 1895 von Albert Mauracher erbaute Orgel in der Pfarrkirche Unken war eindeutig ein Fall für den Restaurator. „Nach der Sanierung von Kirchturm und Dach haben wir nun auch die Orgel-Restaurierung gefördert. Die gesamten Projektkosten dafür betrugen 61.620 Euro. Bei der Finanzierung halfen alle zusammen: Gemeinde, Bundesdenkmalamt, Spender sowie das Land Salzburg“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn anlässlich des Abschlusses der Restaurierung Mitte Juli 2022.

Mühlbacher: „Endlich wieder voller Klang.“

„Es ist schön, solch ein altes Instrument endlich wieder im vollen Klang erleben zu dürfen. Die gesamte Pfarrgemeinde ist unendlich dankbar für alle Spenden aber auch Förderungen, die diese Restaurierung erst möglich gemacht haben. Ich lade alle ein, sich dieses beeindruckende Meisterwerk persönlich anzuschauen und bei einer Messe auch anzuhören“, so Ernst Mühlbacher, Pfarrer von Unken.

Bildergalerie

weitere Bilder

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Quellen

Einzelnachweise

  1. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 250.