Mahnmal bei der Synagoge in der Stadt Salzburg

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Mahnmal bei der Synagoge

Das Mahnmal bei der Synagoge ist ein Gedenkstein im Salzburger Stadtteil Neustadt.

Geschichte

Das 2,2 m hohe Mahnmal wurde 1985 aufgestellt. Der Namen des Künstlers, dessen Entwurf umgesetzt wurde, ist nicht mehr bekannt. In den gezackten Konturen der Steine wird auf zerbrochenes Glas angespielt. In der so genannten Reichskristallnacht wurden auf Geheiß der Nationalsozialisten die Fenster von Geschäften jüdischer Mitbürger zerschlagen, Einrichtungen zerstört und die Synagoge verwüstet.

Beschreibung

Das Mahnmal steht im nordwestlichen Bereich auf dem von alten Bäumen bestandenen Vorplatz der Salzburger Synagoge, die 1901 erbaut wurde.

Dabei handelt es sich um zwei mächtige, sich überkreuzende Steinplatten aus Untersberger Marmor. Die Konturen der Platten sind unregelmäßig gezackt und die Schnittflächen grob belassen worden. An der höher stehenden Platte ist oben der David-Stern zu sehen. An den Flächen sind verschiedene Inschriften in Deutsch und Hebräisch angebracht.

Inschriften

gegen die Straße: NIEMALS VERGESSEN / KRISTALLNACHT / 10. NOVEMBER 1938
gegen Nordwesten: ZUR ERINNERUNG / AN DIE VERFOLGUNG / UND VERTREIBUNG / UNSERER JÜDISCHEN / MITBÜRGER IN DER / ZEIT 1938 – 1945 / SOWIE / DIE SCHÄNDUNG / UND ZERSTÖRUNG / DIESER SYNAGOGE / IN DER KRISTALLNACHT / AM 10.NOVEMBER 1938 / GEWIDMET VON STADT UND LAND SALZBURG / 1985 / 5746
gegen Südwesten: ZUR ERINNERUNG / 1938 - 1945

Quelle