Marienbrunnen (Stadt Salzburg)

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Der Marienbrunnen im Februar 2020.
Karte

Der Marienbrunnen ist ein Brunnen in der Altstadt von Salzburg und zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein veranlasste gut zwei Jahrzehnte nach dem großen Felssturz vom 16. Juli 1669, dass das anstelle des Brunnenplatzes stehende Haus nicht wieder aufgebaut wurde, sondern der Raum als Platz umgestaltet wird. Daher kaufte er das dortige „Grainerische Gärtl“ samt den zugehörigen Hausresten. Dort entstand der neue Platz und der neue Wasserspender.

Der Brunnen mit seinem sechsseitigen Becken ähnelt dem vereinfachten Plan eines Marktbrunnens. Wie beim Florianibrunnen am Alten Markt schließt ein Spiralgitter den oberen Brunnenrand ab. Hans Schwäbel erhielt 1692 den Auftrag zur Gestaltung der marmornen Marienfigur. Die Marienfigur mit dem Kind im Arm blickt dabei schützend zur Felswand, die zwei Jahrzehnte nach dem Felssturz noch immer sehr bedrohlich und unberechenbar wirkte. Die toskanische Brunnensäule ist mit zwei Löwenmasken versehen. Darunter befindet sich auf der östlichen Seite eine Weinrebe als Symbol für die christliche Eucharistie. Auf der zum Berg zeigenden westlichen Seite befindet sich unter dem Löwenkopf ein Kürbis mit Blatt. Aufgrund der Ähnlichkeit des von den vielen Samenkörnern ausgehöhlten Kürbis mit einer Gebärmutter ist er auch eine Symbol für die Fruchtbarkeit und Auferstehung. Daneben hängt eine Walnuss. Nach Augustinus (354–430 n. Chr.) wird die Nuss sowohl als Sinnbild des Menschen, wie auch als Christus-Symbol gesehen. Im Volksglauben steht auch Walnuss für Fruchtbarkeit. Das Wappen des Fürsterzbischofs schmückt den Brunnenrand.

Quellen

  • Quelle ist der Originalartikel, der ursprünglich von Benutzer:Xxlstier als erster Bearbeiter erstellt wurde. Näheres siehe hier;