Matthias Pernstein

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Matthias Pernstein (* 22. Februar 1795 in Friedberg, tschechisch Frymburk nad Vltavou, Böhmen; † 12. März 1851 in Kufstein, Tirol) war Musikdirektor am Salzburger Landestheater und Chorregent in der Lyzeumskirche Salzburg.

Leben

Matthias Pernstein war der Sohn eines böhmischen Leinwebers und Bierausschenkers. Ab 1807 wurde er von seinem gleichnamigen Onkel, dem Organisten Matthias Pernstein, in Gmunden (Oberösterreich) in Gesang, Violine und Musiktheorie ausgebildet. Nach der Absolvierung eines Lehrerkurses in Linz 1812 war er zunächst Hilfslehrer in Laakirchen (OÖ) und Beneschau, tschechisch Benešov nad Cernou (Böhmen), sowie von 1813 bis 1824 Lehrer, Mesner und Organist in Hellmonsödt (Oberösterreich), unterbrochen von einem kurzen Aufenthalt als Organist und Kammerdiener im Stift Wilhering (Oberösterreich).

1824 kam Pernstein als Musikdirektor an das Salzburger Landestheater und war von 1825 bis 1827 Organist und Chorregent an der Lyzeumskirche in Salzburg.

1827 übersiedelte er nach Kufstein, wo er bis zu seinem Ableben 1851 als Organist und städtischer Beamter tätig war.

Er war verheiratet mit Wilhelmina, geborene Baum. Seine Tochter Maria Carolina (* 5. März 1838 in Kufstein; † 1921)[1] heiratete 1869 den späteren k.k. Oberlandesgerichtsrat Dr. Franz Spängler (* 1837; † 1913)[2].

Matthias Pernstein hinterließ als Komponist über 450 Musikwerke, darunter 65 Messen, 23 Requien, 20 Litaneien und zahlreiche weitere Kompositionen. Viele Manuskripte befinden sich heute im Musikalienbestand des Franziskanerklosters Salzburg und in anderen Musikarchiven Mitteleuropas.

Quellen

  • Kaiser, Dr. Ikarus: Europaweit bekannter Komponist wirkte in Hellmonsödt, in: Pfarrbrief der Pfarre Hellmonsödt, Ausgabe 1/2020, S. 8.
  • Fässler, E.: „Pernstein, Matthias (1795-1851), Komponist“, in: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 35, 1978), S. 428.

Einzelnachweise