Mit Macht und Pracht

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Titelbild Buch Mit Macht und Pracht, es zeigt den "Weißen Saal", nach seinem Erbauer auch Markus Sittikus-Saal genannt, der sich in der Alten Residenz in der Stadt Salzburg befindet

Buchtipp Mit Macht und Pracht. Burgen, Schlösser und Klöster im fürsterzbischöflichen Salzburg.

Autor: Siegfried Hetz
Verlag: Verlag Anton Pustet
Erscheinungsjahr:
ISBN 978-3-7025-0797-8

Verlagsinformation

Prachtentfaltung kennt keine Grenzen …

… schon gar nicht zu Zeiten, in denen absolutistisch regiert wurde, wie das im fürsterzbischöflichen Salzburg über Jahrhunderte der Fall war. Die Prachtbauten aus dieser Zeit lassen uns auch heute noch staunen. Seit über 1 000 Jahren gibt die Festung Hohensalzburg den Ton an und die Bollwerke in Tittmoning, Werfen, Mauterndorf und Finstergrün haben es ihr gleichgetan. Auch die Schlösser, die an den schönsten Plätzen des Landes erbaut wurden, haben viel zu erzählen. Denken wir nur an Leopoldskron, Hellbrunn, Kleßheim, Fuschl, Blühnbach oder Mittersill. Die Barockarchitektur der ehemaligen Residenzstadt präsentiert sich als Höhepunkt fürsterzbischöflicher Macht und Pracht. Und dazwischen behaupten sich die Klöster, allen voran die Erzabtei St. Peter, das älteste Kloster im deutschen Sprachraum, das ununterbrochen in Betrieb war. Nicht einmal die Nationalsozialisten vermochten es, der Keimzelle der Salzburger Kirche das letzte Licht auszulöschen.

Dass wirkliche Prachtentfaltung keine Grenzen kennt, haben auch Autor und Verlag zur Kenntnis genommen und den Rahmen des Buches entsprechend erweitert. Der Band führt durch 100 Burgen, Schlösser und Klöster auf den Gebieten des ehemaligen Erzstiftes Salzburg. Dazu zählten neben dem heutigen Bundesland auch Teile Ost- und Nordtirols sowie der Rupertiwinkel.

Rezension 1

Viel Information, sehr gutes Bildmaterial und auch einige wenig bekannte Objekte

77 Burgen, Schlösser und Klöster in größerem Umfang beschrieben, einige weitere kurz erklärt, mehr als 250 Farbaufnahmen, teilweise doppelseitig, alle von sehr guter Qualität und Motivauswahl, dazwischen viel Text, der Einblicke in die Geschichte der Objekte bietet. Hetz und dem Pustet Verlag sind mit diesem großformatigen Buch ein sehr gutes Werk gelungen.

90 Seiten werden Objekten in der Stadt Salzburg gewidmet, 200 Seiten stehen für Objekte im Land Salzburg und für Objekte in ehemaligen oder noch heute zur Erzdiözese Salzburg zählenden Teilen Nord- und Osttirols zur Verfügung.

Sowohl der Teil über die Stadt als auch jene der Bezirke beginnen jeweils mit einem einleitenden Kapitel. In diesen finden auch wenig bekannte Objekte Erwähnung, wie beispielsweise beim Bezirk Pinzgau die Schlösser Labach, Lichtenau, Heuberg oder Oberain, wo sich übrigens einst auch ein Kurbad befand. Über dieses Kapitel der Geschichte Oberains berichtet Hetz in einem sich farblich vom restlichen Buch-Layout unterscheidenden „Info-Kasten“, von denen es etliche in diesem Buch gibt; diese Info-Kästen informieren in kurzen Beiträgen über besondere Ereignisse, Personen (z. B. bei Schloss Schernberg über Anna Bertha Gräfin Königsegg) oder in der Nähe befindliche, erwähnenswerte Bauten (z. B. bei Schloss Söllheim über die nahegelegene Antoniuskapelle).

Die Texte sind inhaltlich sehr weit gestreut, trockene (Jahreszahlen)-Geschichte sparte Hertz weitgehend aus, was dem Buch insgesamt gut ansteht. Und trotzdem erhält der Leser bei den umfangreicher beschriebenen Objekten einen guten Überblick über Wesentliches in dessen Geschichte. Jedes Objektkapitel hat einen kurzen Texttitel, manchmal mehr, manchmal weniger verständlich. Beispielsweise meint Hetz beim Schloss Lichtenau als Titel „Zwei Türme mehr als üblich“, aber mehr als dann im Text stehend „… bei Lichtenau waren es ursprünglich sechs …“ (heute sind nur mehr vier) erfährt der Leser nicht zur Aussage „mehr als üblich“. Aber grundsätzlich hatte sich Hetz bei seinen Recherchen umfangreicher Literatur bedient.

Ob die doppelseitige Luftaufnahme der Festung Hohensalzburg aus ungewohnter Perspektive, die Burg Kaprun mit einer blühenden Frühlingswiese im Vordergrund oder das Bild der „schönen Stube“ im Schloss Höch – das Buch „mit Pracht“ schildert manches „von Macht“ und ist sehr empfehlenswert.

Rezension 2

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Quellen

Weblinks