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Schloss Lichtenau

Schloss Lichtenau, Vorderansicht, mit Mitteltürmchen
Schloss Lichtenau, Rückansicht, ohne Mitteltürmchen

Schloss Lichtenau im Ortszentrum von Stuhlfelden im Pinzgau ist ein typisches Beispiel eines Salzburger Ansitzes.

Inhaltsverzeichnis

Bauform

Schloss Lichtenau weist mit den vier Geschossen, dem hohen Walmdach und den fünf Aufsatztürmchen die typische Bauform eines Salzburger Ansitzes auf.

Baugeschichte

Das Schloss wurde 1506 von Wilhelm Rosenberger von Rosenegg, Gewerke in Tirol und im Pinzgau errichtet und 1624 von Christoph Khuen von Belasy in die Form eines typischen Salzburger Ansitzes umgebaut. Neben den vier Ecktürmchen wies das Schloss damals auch zwei Mitteltürmchen auf und war damit der einzige Salzburger Ansitz mit sechs Aufsatztürmchen. 1930 erwarb es die Wiener Kongregation der Brüder der christlichen Schulen und richtete eine Private Hauptschule mit Internat ein. Dazu wurde das Dachgeschoß ausgebaut, nachdem schon vorher das rückseitige mittlere Aufsatztürmchen aus statischen Gründen entfernt werden musste.

Besitzerreihe

Bis 1663 blieb Schloss Lichtenau im Besitz der Kuen von Belasy und ging dann durch Kauf an Georg Thomas Perger von Emslieb, Pfleger zu Mittersill und Urbarprobst des Kellenamtes Stuhlfelden über. 1676 erwarb es Johann Graf Kuenberg und überließ es im selben Jahr um 3.000 Gulden dem Salzburger Fürsterzbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg. Dieser errichtete im Schloss mehrere Wohnungen. Eine davon war für den Unterwaldmeister des Pinzgaues bestimmt, „damit benanntes Schlössl bewohnt und nicht ganz leerstehen“ soll. Bis 1811 blieb Schloss Lichtenau landesfürstlicher Besitz und diente als Amtsgebäude mit dazugehörigen Wohnungen. Zwischen 1811 und 1816 unterstand es dem königlich-bayrischen Rentamt und darauffolgend wurde es Sitz der k.k. Forstverwaltung.

Nach einigen weiteren Besitzerwechseln erwarb die Kirche Stuhlfelden das Schloss Lichtenau im Jahr 1959. Heute befinden sich im Schloss das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik Stuhlfelden sowie Veranstaltungsräume.

Quelle