Schloss Blühnbach

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Talschluss Blühnbachtal mit Schloss Blühnbach, vom Haupttor aus gesehen
Schloss Blühnbach, Zoomaufnahme
Gedenktafel an Gustav Krupp von Bohlen und Halbach im Blühnbachtal
Gedenktafel an Gustav Krupps Sohn, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach

Schloss Blühnbach liegt im Blühnbachtal westlich von Werfen im Pongau.

Geschichte

Das Schloss Blühnbach wurde zwischen 1603 und 1607 unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau anstelle eines alten Herrenhauses aus dem 16. Jahrhundert erbaut. Erzbischof Markus Sittikus ließ Wild aus diesem Jagdrevier in den Zoo Hellbrunn bringen und sein Nachfolger, Erzbischof Paris Graf Lodron nutzte Schloss Blühnbach und das Jagdrevier zu ausgelassenen Jagdgesellschaften.

Unter Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand, der das Schloss 1909 erwarb, wurde es ab 1910 bis 1913 mehrmals umgebaut sowie ein zweites Stockwerk errichtet.

1916 wurde es an die Arthur Krupp, den Besitzer der Metallwarenfabrik in Berndorf () verkauft. Dieser überschrieb es 1917 an Bertha und Gustav Krupp von Bohlen und Halbach. Zu Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, war das Schloss mit Flüchtlingen gefüllt. Das Ehepaar Krupp musste auf Weisung der einrückenden Amerikaner das Schloss räumen und erhielt eine Wohnung im Postgebäude zugewiesen. Erst 1956 erhielten es die Krupps wieder zurück. Nach dem Tod des Krupp-Erben Arndt Krupp von Bohlen und Halbach († 8. Mai 1986, beigesetzt in der Gruft der Schlosskapelle), wurde das Anwesen im Jahre 1988 an den amerikanischen Industriellen Frederick R. Koch verkauft.

Das Schloss ist nicht zu besichtigen, dennoch auch von außen, umgeben vom Hagengebirge und dem Hochkönig, ein Erlebnis.

Schlosskapelle

Etwas nördlich des Schlosses liegt die ursprünglich Unserer Lieben Frau geweihte Schlosskapelle. Sie wurde 1610 ebenso wie das Schloss unter Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. In den Jahren 1910 bis 1920 erfolgte ein Um- und Erweiterungsbau im neugotischen Stil. Die Pläne zum Umbau lieferte der Wiener Dombaumeisters Ludwig Simon. Aufgrund des Patroziniumswechsels wurde die Kapelle nun dem Hl. Rupert geweiht.

Die bemerkenswerte Inneneinrichtung wurde von Erzherzog Franz Ferdinand größtenteils im Kunsthandel erworben. Besonders zu erwähnen ist der aus Böhmen stammende spätgotische Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert. Die Kapelle ist wie das Schloss nicht öffentlich zugänglich.

Quellen


Bildlink

Weblink