Norbert Fürst

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Norbert Fürst

Norbert Fürst ist Inhaber der Café-Konditorei Fürst in Salzburg.

1985 übernahm Norbert Fürst von seinem Vater die gleichnamige Salzburger Konditorei. Sein Urgroßvater Paul Fürst hatte 1890 die Mozartkugel erfunden, sie aber nicht schützen lassen. Der Urenkel setzte in einem Rechtsstreit durch, dass nur die Fürst-Kugeln die Bezeichnung "Original" tragen dürfen.

Vorgestellt

Der Urenkel des Mozartkugel-Erfinders empfängt uns nicht im Konditorgewand. An diesem heißen Sommertag trägt Norbert Fürst ein kurzärmliges Hemd und Jeans. Die Berufsbekleidung ziehe er dann an, wenn er etwa die Qualität der Kugeln überprüfe oder an Neuheiten für sein Traditionshaus tüftle, sagt der Chef der Salzburger Konditorei Fürst. "Nur zur Schau mache ich gar nix", wird er später sagen.

Amerikanische Fernsehteams würden gern "Gschichtln" von ihm hören, etwa, dass er ein begeisterter Mozartfan sei. "Aber wir trennen strikt zwischen Mozart und unserer Mozartkugel. Wir haben ein starkes Produkt. Es gibt bei uns auch keinen Plastikmozart und keine Mozartmusik." Das sei für ihn eine Sache der Zurückhaltung. Nachsatz: "Wenn ich durch die Stadt gehe und ich höre zum hundertsten Mal die Kleine Nachtmusik, nehme ich Reißaus."

Zurückhaltend ist Norbert Fürst auch, wenn es um Persönliches geht. Auch da geht er keine Kompromisse ein. Das passt zu seiner Lebenseinstellung: "Ich mache das nicht, was nicht in mein Bild passt." Geradlinig ist auch der berufliche Weg. Seine "Original Salzburger Mozartkugeln" gibt es nur in den vier Konditoreien in Salzburg zu kaufen und auch nicht über Wiederverkäufer. Die ohne künstliche Konservierungsmittel hergestellte Praline ist wärmeempfindlich. Deswegen wird sie auch nur in Europa verschickt und in den Sommermonaten gar nicht. Zwei Millionen Mozartkugeln erzeugt die Konditorei Fürst im Jahr. Er freue sich über den Erfolg, habe aber nicht den Ehrgeiz, ein Global Player zu werden, sagt Norbert Fürst. "Man muss nicht auf der Visitenkarte 'Paris – New York' drauf haben. Ich brauche das nicht für mein Selbstverständnis." Da ist ihm die Freizeit wichtiger. "Ich nehme mir Zeit für vier, fünf Wochen Urlaub im Jahr und fahre an einem schönen Nachmittag auch einmal an den See." Urlaub, das heißt für ihn vor allem Segelurlaub. Mit seiner Partnerin, mit Freunden sei er da unterwegs, ob im Mittelmeer oder in der Karibik. "Ich segle von Kind auf. Das hat mich immer schon fasziniert."

Quelle

  • Salzburger Nachrichten