Salzburger Aluminium AG

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Die Salzburger Aluminium AG (SAG) ist ein internationaler Zulieferer von Aluminium-Komponenten und -Systemen mit Firmensitz in Lend im Pinzgau.

Geschichte

Die SAG wurde 1898 als dritte europäische Aluminiumhütte und als Tochterunternehmen der Schweizerischen Aluminium AG (Alusuisse) unter dem Namen AIAG Aluminium-Industrie-AG Filiale Lend gegründet. 1938 erfolgte die Umwandlung in die Salzburger Aluminiumgesellschaft mbH (SAG).

1992 führte ein Management-Buyout zur Gründung der Salzburger Aluminium AG. Die Elektrolyse wurde geschlossen. Im Jahr darauf wurden die Töchter Aluminium Lend GmbH, Alutech GmbH und SAG Alu-Recycling GmbH gegründet. 2006 verpasste sich die SAG durch die Einteilung in die Divisionen SAG Materials, SAG Motion und SAG Tech eine neue Unternehmensstruktur. Heute ist die SAG - auch durch Übernahme ausländischer Firmen - eine Holding mit mehreren Tochtergesellschaften und Standorten in Lend, Schwarzach im Pongau, Ranshofen (Oberösterreich) und Guntramsdorf (Niederösterreich), sowie Schweden, Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, den Niederlanden, der Slowakei, den USA, Mexiko und dem Oman.

Das Familienunternehmen wird von Dipl.-Ing. Josef Wöhrer (CEO) und seiner Tochter Dr. Karin Exner-Wöhrer (CFO) geführt. Als Betriebsrat fungiert der Lender Bürgermeister Peter Eder.

Allgemeines

Die Salzburger Aluminium Gruppe beliefert mit ihren Produkten die Automobil-, Nutzfahrzeug-, Luftfahrt-, Motorrad- und Schienenfahrzeugindustrie, aber auch mit verarbeitende Industrie mit Hochleistungs-Werkstoffen. Zu den Autoherstellern, die von der SAG beliefert werden zählen zum Beispiel Audi, BMW, Mercedes Benz, VW und Rolls Royce. Vor allem im Luxussegement der Automobilbranche ist SAG ein begehrter Zulieferer. Der neue Porsche Panamera erhält die Lehnenstruktur für die Sitze, die in der SAG-Tochter in Ranshofen gefertigt werden. Auch die Luxuslimousine Maybach und der Mercedes SL enthält Komponenten der SAG. Das erste Drei-Liter-Auto auf der Basis des VW Lupo erhält ebenfalls die Lehnenstruktur aus diesem Unternehmen.

Im Motorradsektor besteht eine Kooperation mit KTM in Mattighofen. Durch Siemens und Bombadier ist die SAG auch im Schienenfahrzeug-Sektor, zum Beispiel in den Fahrzeugen der S-Bahn Salzburg, dem Talent, vertreten.

Mehr als 1 000 Mitarbeiter (davon 600 in Österreich) erwirtschafteten 2008 einen Umsatz von 338,2 Mio. €, die Exportquote der SAG liegt bei 90 Prozent. Sitz und alle wesentlichen Unternehmensfunktionen wie Produktion, Forschung und Entwicklung und Vertrieb befinden sich in Lend im Pinzgau und in Ranshofen im Innviertel. Die Produktpalette reicht von Energiespeichersystemen, Sitzstrukturen, Engergiemanagementsystemen bis hin zu Hochleistungs-Werkstoffen und Recycling.

Energieversorgung

Die vier Wasserkraftwerke Kraftwerk Gasteinerache I, und Kraftwerk Klammsteinwerk bei Lend, sowie die Kraftwerke Kraftwerk Kitzloch und Kraftwerk Rauris-Kitzloch bei Taxenbach versorgen den Betrieb mit Strom.

Unglück

Am 8. März 2012 kamen zwei Mitarbeiter der Salzburger Aluminium AG unter tragischen Umständen ums Leben. Sie waren gerade mit Reparaturarbeiten in einem Vorwärmofen beschäftigt, als sich die Türe des Vorwärmofens aus noch nicht geklärten Gründen schloss und die sich der Ofen automatisch zu erhitzen begann. Die bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Leichen wurden erst Stunden später entdeckt. Bei den Toten handelte es sich um einen 56-jährigen Pongauer und enien 49-jährigen Lungauer.

Adresse

5651 Lend Nr. 25
Telefon: (0 64 16) - 65 00 0
E-Mail: aluminium@sag.at

Quellen

Weblinks