Hauptmenü öffnen

Schopftintling

Das Bild zeigt ein noch junges Exemplar eines Schopftintlings
Schopftintling mit bereits glockenförmigem Hut
Das Bild zeigt eine größere Gruppe von Schopftintlingen aller Altersstufen an einem Wegrand in Bramberg im Oberpinzgau, entlang einer Bergahorn-Allee.

Der Schopftintling (Coprinus comatus), auch Spargelpilz genannt, ist eine heimische Pilzart und zählt auch zur Gruppe der Pilze im Nationalpark Hohe Tauern, obwohl er auch in Wohngebieten vorkommt.

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Der Schopftintling zählt zu den wenigen Speisepilzen, die sich gegenwärtig immer mehr ausbreiten, während Eierschwammerl und Riesenschirmlinge aufgrund des Sammelverhaltens vor allem in stadtnahen Gebieten zurückgehen oder bereits ausgestorben sind. Der Schopftintling ist jung ein wertvoller Speisepilz, der jedoch nicht sehr haltbar ist und sofort verwertet werden muss, da auch junge Exemplare – einmal abgeerntet - wie ältere Exemplare bald tintig zerfließen.

Beschreibung

Der Schopftintling gehört zur Familie der Tintlingsartigen (Coprinaceae). Obwohl immer häufiger vorkommend wird er hierzulande noch wenig gesammelt, wohl auch deswegen, weil das tintenartige Zerfließen unansehnlich wirkt. Dieses Zerfließen älterer Pilze dient zur Verbreitung der Sporen, die mit der Flüssigkeit abtropfen und nicht wie bei den meisten anderen Pilzarten als Staub verblasen werden. Diese Pilzart kann durch das Beziehen eines geimpften Myzels auch selbst angebaut werden. Verwechseln kann man den Schopftintling allenfalls mit dem Grauen Faltentintling, der ebenfalls genießbar ist und auf denselben Standorten gedeiht, jedoch in Verbindung mit Alkohol Vergiftungserscheinungen bewirkt.

Erscheinungsbild

Der Hut des Schopftintlings ist fünf bis zehn Zentimeter hoch und drei bis sechs Zentimeter breit. Bei jungen Pilzen ist er eiförmig, sodass man die anfangs weißen und später rosafarbenen Lamellen nicht sehen kann. Anfangs ist der Schirm fast rein weiß, später reißt die Huthaut zu Schuppen auf und mit zunehmendem Alter öffnet sich der Schirm und entwickelt eine Glockenform, bevor er im Alter tintenartig zerfließt. Der Stiel ist ebenfalls weiß, knollig, geschuppt, weist einen Durchmesser von ein bis zwei Zentimeter auf und trägt einen Ring, der nicht verwachsen ist.

Vorkommen

Der Schopftintling ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf Wiesen und an Wegrändern, wo er manchmal in auffallend großen Gruppen auftritt. Er kommt von April bis November vor, am häufigsten sieht man den Schopftintling im Bundesland Salzburg aber im September. Im städtischen Bereich wächst der Schopftintling charakteristischerweise oft in größeren Gruppen auf gedüngten Wiesen mitten in Wohnsiedlungen.

Quellen

  • Deutsche Wikipedia, Stichwort Schopftintling
  • Hans E. Laux, Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger, KOSMOSnaturführer, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2005