Stefan Schnöll

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Stefan Schnöll

Mag. iur. Stefan Schnöll (* 13. März 1988 in Salzburg) ist Jurist und ÖVP-Politiker, insbesondere Mitglied der Salzburger Landesregierung.

Leben

Schnöll stammt aus Wals-Viehhausen, wo seine Mutter das Gasthaus Webersdorfer führt.

In seiner Jugend kickte er für den SV Wals-Grünau als Mittelfeldspieler. Er ging nach Wien, um an der dortigen Universität Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften zu studieren. Das Studium der Rechtswissenschaften schloss er im Jahr 2014 ab. Danach absolvierte er die Gerichtspraxis am Bezirksgericht Wien-Favoriten und am Landesgericht Wiener Neustadt sowie Praktika beim Europäischen Parlament in Brüssel und bei der Österreichischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York.

Politisch engagiert er sich bei der Jungen Volkspartei und der Jugend der Europäischen Volkspartei (Youth of the European People’s Party– YEPP), deren Vizepräsident er von 2013 bis 2017 war. Im März 2015 wurde er Generalsekretär der Jungen Volkspartei. Nach der Übernahme der ÖVP-Vorsitzes durch Sebastian Kurz (Mai 2017) folgte er diesem als Bundesvorsitzender der Jungen Volkspartei nach.

Nach der Nationalratswahl 2017 zog Schnöll über die Salzburger Landesliste als Abgeordneter in den Nationalrat ein und übernahm im Parlamentsklub der ÖVP-die Funktion des Bereichssprechers für den Sport.

Nach der Salzburger Landtagswahl 2018 wechselte der 30-Jährige als bisher jüngster Salzburger Landesrat in die Salzburger Landesregierung, in der er für die Ressorts Verkehr, Infrastruktur und Sport verantwortlich ist.

Privat liebt Schnöll das Fußballspiel und das Reisen.

Vorgestellt

Politik? Nur am Wirtshaustisch

(Mai 2017)

Schnöll stammt, wie er sagt, aus einer ganz und gar unpolitischen Familie. "Ich bin im Wirtshaus groß geworden, und auch so sozialisiert". Die Oma führte das Gasthaus Webersdorfer in Viehhausen, in dem seine Mutter heute noch kocht. Der Vater arbeitete bei der Berufsfeuerwehr. "Aber der Papa hat schon geschaut, dass ich das Jus-Studium fertigmache. Das war ihm wichtig, bei all der Politik nebenbei."

Fußball damals wichtiger als Politik

In Jugendtagen hatte Schnöll mit Politik wenig am Hut. Da war für den Mittelfeldspieler des SV Wals-Grünau der Fußball wichtiger als alles andere. "Vier Mal Training pro Woche, am Wochenende Match in der Landesliga, da blieb nicht viel Zeit." Dass er mit 16 Jahren der jüngste Spieler der Kampfmannschaft war, zeigte seinen Ehrgeiz und sein Talent.

Eine eingeschworene Truppe

Der Zufall wollte es, dass er beim Bundesheer in der Schwarzenbergkaserne einen Wiener kennenlernte, den er in Wien bei der ersten Vorlesung seines Jus-Studiums wieder traf. Dieser nahm ihn zu einer JVP-Veranstaltung mit. Und genau auf dieser wurde Sebastian Kurz zum Landesobmann gekürt.

Seither engagiert sich der 29-Jährige in der JVP. "Mich hat nicht die Partei als solches beeindruckt, sondern Personen. So wie Alois Mock, der hat mir auch getaugt. Bei Sebastian Kurz war einfach etwas in Bewegung." Und so habe man in der ersten Kampagne der JVP gefordert, dass die Wiener U-Bahn am Wochenende 24 Stunden durchfahre. Diese Forderung habe sich durchgesetzt, die Wiener U-Bahn fährt seither an Wochenenden Tag und Nacht. "Jeder, der damals dabei war, ist auch heute noch Feuer und Flamme", sagt Schnöll.

Das Erfolgsgeheimnis rund um Kurz sei der Teamgeist. "Das ist nicht nur so dahergesagt: Der Teamgeist ist wichtig. Wir sind eine eingeschworene Truppe." Welche Karriereziele Schnöll selbst noch hegt? "Ich will in der Politik nicht zu langfristig planen. Es kann alles sehr schnell gehen." Wenn ihm aber etwas Spaß mache, stecke er alles hinein. "Wie beim Fußball."

Und auch wenn er nun in Wien lebe, sei er seiner Heimatgemeinde Wals-Siezenheim und seiner ehemaligen Fußballmannschaft noch sehr verbunden. "Ich bin schon relativ oft daheim, zumindest ein Mal im Monat. Leider habe ich es zum Muttertag nicht geschafft, das war den Umständen geschuldet." Denn just am Muttertag 2017 wurde sein Weggefährte Sebastian Kurz zum ÖVP-Chef bestimmt.

Quellen

Weblink