Fröschlmooser

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Die Familie Fröschlmooser (auch: Fröschlmoser) war eine vermögende Salzburger Familie, die vom späten 14. bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts bezeugt ist.

Älteste Zeugnisse; der Besitz auf dem Mönchsberg

Auf dem äußeren Mönchsberg, am sogenannten Windischberg, stand einst der Tetlhaimer- oder Münchsteinturm. In den Urkunden des Bürgerspital St. Blasius‎‎s scheint im Jahr 1388 ein Konrad Valkner oder von Fröschlmoos auf, dessen Frau Agnes eine Tetlhaimerin war. Der Turm war 1419 bereits im Besitze der Fröschlmoser, die ihn bis 1565 besaßen.[1]

Ruprecht Fröschlmoser

Ruprecht Fröschlmoser war von 1469 bis 1471 und 1473 Bürgermeister der Stadt Salzburg.[2]

Virgil und Leonhard Fröschlmooser

Die Brüder Virgil und Leonhard Fröschlmooser stifteten 1496 das Bruderhaus St. Sebastian bei der St.-Sebastians-Kirche.[3]

Ein Abstämmling des (ersten) Stifters war Leonhard Fröschlmoser, Pfarrer in Thalgau, welcher das Bruderhaus mit weiteren Zuwendungen bedachte und baulich erweitern ließ.[4] Auch ist Leonhard Fröschlmooser für das Jahr 1517 als Pfarrer zu Seekirchen urkundlich bezeugt.[5][6]

Virgil Fröschlmoser – wahrscheinlich ein Sohn des vorher genannten Virgil Fröschlmoser –[7] wurde im Jahren 1511 nach dem „Gastmahl“ auf der Festung Hohensalzburg, in dessen Folge Erzbischof Leonhard von Keutschach sich die Salzburger Bürgerschaft botmäßig machte, zu einem der beiden Bürgermeistern der Stadt Salzburg gewählt und übte dieses Amt in den Jahren 1511, 1513, 1516, 1519 und 1523 aus.[8] (Ein) Virgil Fröschlmoser wurde im Jahr 1524 zu einem der 48 Mitglieder des Äußeren Rates der Stadt Salzburg ernannt.[9]

Leonhard Fröschlmosers Grab befindet sich in unmittelbarer Nähe des Grabs des Paracelsus auf dem Salzburger Sebastiansfriedhof, in einem Stiegenaufgang unmittelbar rechts des südwestlichen (bruderhofseitigen) Friedhofstores.

Fröschlmosers auf dem Friedhof von St. Peter

Auf dem Salzburger Friedhof von St. Peter wurden bestattet:[10]

  • 1483: Rupertus
  • 1502: Virgilius
  • 1503: … uxor (d. h. Ehefrau)
  • 1511: Erndrudis
  • 1513: Martha
  • 1517: Rudperti uxor (d. h. Ruperts Ehefrau)
  • 1548: Virgilius
  • 1554: Gregorius

Christoph Fröschlmoser

Auf dem nachmaligen Windischberg (auf dem äußeren Mönchsberg) ist ein Christoph Fröschlmoser für 1542/43 als Bauherr einer Zisterne genannt. Am 21. November 1565 verkauft dessen gänzlich verarmte Witwe Katharina Raidl ihren ganzen Besitz auf dem Mönchsberg, darunter den „Thurn genannt Munichstein sammt dem Haus Fröschlmoos und Lusthaus“, dem Salzburger Bürger Wolf Windisch.[1]

Chunrad Fröschlmoser

Chunrad Fröschlmoser war von 1588 bis 1591 Alte_fürsterzbischöfliche_Hofapotheke#Liste_der_Hofapotheker Salzburger Hofapotheker.

Dies sind die jüngsten verfügbaren Zeugnisse von der Familie.

Straßenbenennung

Nach den Fröschelmoosers ist die Fröschlmooserstraße im Salzburger Stadtteil Schallmoos benannt.

Quellen

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Adolf Frank, Der Mönchsberg und seine Baulichkeiten, in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 70, 1930, S. 1-44 (S. 39).
  2. Artikel Bürgermeister der Stadt Salzburg
  3. Artikel Fröschlmooserstraße / Quelle Franz Martin.
  4. Judas Thaddäus Zauner, Chronik von Salzburg, Vierter Theil (Franz Xaver Duyle, Salzburg 1800), S. 240 f.
  5. Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Allgemeine Urkundenreihe (AUR), 1519 III 30.
  6. Es gab wohl nur einen einzigen Leonhard Fröschlmoser, von dem aber zweifelhaft zu sein scheint, ob er ein Bruder oder ein Abstämmling Virgils war.
  7. Artikel Bruderhaus St. Sebastian
  8. Artikel Bürgermeister der Stadt Salzburg
  9. Judas Thaddäus Zauner, aaO S. 375 f.
  10. Michael Walz: Die Grabdenkmäler von St. Peter und Stift Nonnberg zu Salzburg; Beigaben zu den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK), Erste Abteilung, vierte Lieferung, MGSLK 14, 1874, Beigabe S. 295-527 (S. 513)