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Seekirchen am Wallersee

(Weitergeleitet von Seekirchen)
Ortsbild
Zentrumsansicht.jpg
Karte
Karte 5201.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Land (SL)
Fläche: 50,27 km²
Geografische Koordinaten: Länge 13.1333 / 13° 7' 60", Breite 47.9 / 47° 53' 60"
Höhe: 512 m ü. A.
Einwohner: 10 585 (1. Jänner 2017)
Postleitzahl: 5201
Vorwahl: 0 62 12
Gemeindekennziffer: 50339
Gliederung Gemeindegebiet: 6 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Stiftsgasse 1
5201 Seekirchen am Wallersee
Offizielle Website: www.seekirchen.at
Politik
Bürgermeisterin: Monika Schwaiger (ÖVP)
Gemeinderat (2014): 25 Mitglieder:

9 ÖVP,
6 LESE,
4 FPÖ,
3 FWS,
3 SPÖ

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 2 567
1880 2 546
1890 2 604
1900 2 712
1910 3 043
1923 3 304
1934 3 447
1939 3 446
1951 4 529
1961 4 604
1971 5 525
1981 6 826
1991 8 287
2001 9 356
2011 9 921
2017 10 585

Seekirchen am Wallersee ist eine Stadt im Zentrum des Flachgaus.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadtgemeinde Seekirchen liegt direkt am Wallersee, etwa 15 km nordöstlich von der Stadt Salzburg entfernt.

Stadtamt Seekirchen am Wallersee
Seekirchen am Wallersee, Ortsdurchfahrt in Zentrumsnähe
Seekirchen mit Wallersee und Eugendorf, Ansicht vom Gaisberg
Seekirchen am Wallersee mit Buchberg, Ansicht vom Eugendorfberg aus
Seekirchen am Wallersee, Zentrumsbild
Bahnhof Seekirchen,in Richtung Salzburg
Seekirchen am Wallersee Ostpanorama von Weinberg
Ortschaft Marschalln, südliche Ansicht
Seekirchen am Wallersee
Gasthof zur Post

Stadtgliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die Katastralgemeinden Katastralgemeinde Marschalln, Mödlham, Seekirchen Land, Seekirchen Markt, Seewalchen und Waldprechting. Weiters unterteilt sich die Gemeinde in die folgenden Ortschaften:

Bayerham 153, Brunn 987, Fischtaging 202, Halberstätten 216, Huttich 244, Kothgumprechting 144, Kraiham 124, Mayerlehen 285, Mödlham 460, Ried 200, Schöngumprechting 248, Schmieding 125, Schmiedkeller 114, Seekirchen Markt 2 427, Seekirchen am Wallersee Stadtkern, Seewalchen 561, Waldprechting 1 643, Wies 174, Wimm 250, Wimmsiedlung 674 und Zaisberg 113

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.

Nachbargemeinden

Das weitverzweigte Seekirchen am Wallersee grenzt im Westen an Elixhausen, Anthering und Obertrum am See, im Norden an Mattsee und Schleedorf, im Osten an Köstendorf und Henndorf, im Süden an Eugendorf und Hallwang.

Geschichte

Das Gemeindegebiet Seekirchen ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Als Rupert von Worms sich 696 auf der Durchreise nach Juvavum befand, wurde eine Kirche zu Ehren des hl. Petrus errichtet, welche 1977 unter der heutigen Stiftskirche wiederentdeckt wurde. Im Jahr 1424 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde. Am 1. Juli 1974 wurden die selbständigen Gemeinden Seekirchen Markt und Seekirchen Land zur Gemeinde Seekirchen am Wallersee zusammengelegt. Am 24. September 2000 wurde die Marktgemeinde Seekirchen zur Stadt erhoben und ihr vom Landtag das Stadtrecht verliehen. [1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturhaus Emailwerk Seekirchen

Hauptartikel: Kulturhaus Emailwerk Das 'Kulturhaus Emailwerk' in Seekirchen wurde am 21. Mai 2005 als regionales Kulturzentrum eröffnet und hat sich in kurzer Zeit als Produktions- und Veranstaltungsort für die verschiedensten Kultursparten etabliert. Betrieben wird das Kulturhaus Emailwerk vom Kulturverein KunstBox.

Mit einem Veranstaltungsraum von 234 m² Fläche bietet das Kulturhaus Emailwerk Seekirchen für etwa 200 Gäste bei Abendveranstaltungen wie Konzerten, Vorträgen, Theateraufführungen, Präsentationen und Tagesseminaren Platz. Das Haus selbst verfügt über eine moderne technische Infrastruktur in Bühnen-, Licht- und Tontechnik sowie einer Bar im Foyer (Foyer:bar).

Chöre und Orchester

Theater

Hauptartikel: Theatergruppe Seekirchen

Die Theatergruppe Seekirchen existiert in der heutigen Form seit 1973 und spielt seither jedes Jahr mindestens eine abendfüllende Hauptproduktion - vom ernsten bäuerlichen Stück bis zur modernen Boulevard-Komödie.

Museen

Bauwerke

Die Propstei Seekirchen

Hauptartikel: Kollegiatstift Seekirchen

Da der hl. Rupert die erste Kirche des Landes Salzburg in Seekirchen am Wallersee bauen ließ, gründete Fürsterzbischof Max Gandolf Graf Kuenburg 1679 in Anerkennung dessen ein Kollegiatstift an der nach einem Brand wieder aufgebauten Pfarrkirche in Seekirchen.

Nach dem Willen des Fürsterzbischofs sollten in diesem Stift ein Dechant zusammen mit sechs Weltpriestern in einer Gemeinschaft leben, das feierliche Chorgebet verrichten, feierliche Gottesdienste abhalten und die Seelsorge für die große Pfarre Seekirchen übernehmen. Zusätzlich wurden laut Stiftungsurkunde eine Reihe anderer Bediensteter angestellt, wie z. B. ein Schulmeister, ein Cantor, ein Organist und vier Choralisten.

Durch den "Reichsdeputationshauptschluss" von 1803 fiel das Fürsterzbistum Salzburg mit dem Kollegiatstift Seekirchen an Erzherzog Ferdinand III. von Toskana. 1805 wurde das Stift aufgehoben, 1812 fiel es an Bayern.

1832 wurde das Stift abermals errichtet und anlässlich der 200-Jahrfeier 1879 durch päpstliches Privileg von einer Dechantei zu einer Propstei mit dem Titel "Collegiata insignis" erhoben.

Die Salzburger Erzbischöfe waren stets darum bemüht, herausragende Persönlichkeiten als Stiftsdechanten zu installieren.

Einer der bedeutendsten Persönlichkeiten war der spätere Salzburger Erzbischof, Eduard Macheiner (1969 bis 1974). Unter Erzbischof Dr. Georg Eder wurde das seit 1980 nicht mehr besetzte Kollegium wieder vervollständigt.

Stadtpfarrkirche zum hl. Petrus

Hauptartikel: Stadtpfarrkirche zum hl. Petrus Seekirchen

Die heutige Stadtpfarrkirche steht noch immer an der Stelle jenes ersten Kirchenbaus des hl. Rupert. In mehreren Bauetappen wurde sie zur romanischen, später zur gotischen Kirche und schließlich nach der Gründung des Kollegiatstiftes barockisiert und um die Seitenschiffe erweitert.

St. Nikolaus in Waldprechting

Hauptartikel: St. Nikolaus in Waldprechting

Auf einem Hügel in Waldprechting gelegen und Seekirchen-Markt und den Wallersee überblickend ist die Nikolauskirche eine Gründung der Herren von Seekirchen. Sie wird erstmalig 1213 erwähnt. Für diese Kirche ist ein Ablassbrief aus dem Jahr 1500 erhalten. Am 18. Oktober 1523 wurde sie vom Chiemseer Bischof Berthold Pürstinger neu eingeweiht.

Weitere Kirchen

Schloss Seeburg

Hauptartikel: Schloss Seeburg

Sport

Seekirchen am Wallersee verfügt über freien Zugang zum neu gestalteten Strandbad und ein großes Rad- und Wanderwegenetz. Daneben bietet der Ort viele Möglichkeiten für Sport- und Freizeitaktivitäten: Bootsverleih, Segeln, Surfen, Ballonfahren, Angeln, Reiten, Kutschenfahrten, Kegeln, Minigolf, Kneippen, Barfußweg, zwei Strandbäder und zwei Campingplätze

Vereine

Sportvereine

Sonstige Vereine

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Bio-Bauernmarkt (jeden Samstag 8:30 bis 11:00 Uhr am Rupertusplatz)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadtgemeinde Seekirchen am Wallersee ist über die Autobahn-Anschlüsse (A1) Salzburg Wallersee und Salzburg Nord sowie über die Westbahnstrecke und die Linie S2 der S-Bahn Salzburg, erreichbar. Außerdem verkehrt der Postbus 131 von Berndorf bei Salzburg nach Eugendorf (zu den Hauptverkehrszeiten auch als Direktverbindung nach Salzburg) durch Seekirchen.

Am 31. Juli 1897 ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück bei Seekirchen auf der Westbahnstrecke mit einem Toten.

Ansässige Unternehmen

Die Seekirchner Wirtschaft ist geprägt durch Klein- und Mittelbetriebe. Von den ca. 300 Betrieben beschäftigen mehr als 90 Prozent weniger als 5 Mitarbeiter. Die größten und über die Landesgrenze hinaus bekannten Betriebe sind die Firmen:

Das Stadtzentrum von Seekirchen am Wallersee konnte seine Handelsstruktur mit überwiegend kleinen Betrieben bewahren.

Über 65 Klein- und Mittelbetriebe aus Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung sind derzeit im Citymarketing Seekirchen organisiert. Der von Stadtgemeinde Seekirchen, Tourismusverband und Gewerbetreibenden finanzierte Verein besteht seit 2004. Hauptzweck ist die Belebung und Attraktivität des Stadtzentrums und das Organisieren gemeinsamer Werbe- und PR-Aktivitäten. Bis 2004 wurde diese Aufgabe von der Werbegemeinschaft "Kauf in" übernommen.

sonstige Unternehmen

Gasthäuser

Gasthaus Wieserwirt, Gasthof Bräu, Gasthof Brückenstüberl, Gasthaus Fischtagging, Gasthof Hirschenwirt, Gasthof Hofwirt, Landgasthaus Kothäusl, Landgasthaus Schmiedkeller, Gasthof Wieserwirt, Gasthof Zipfwirt, Gasthof zur Post, Gasthof zur Seeburg;

Bars in Seekirchen am Wallersee

Medien

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Stadt Seekirchen am Wallersee

Ehrenbürger

Hauptartikel Ehrenbürger der Stadt Seekirchen am Wallersee

Auszeichnungen der Stadt

Hauptartikel Auszeichnungen der Stadt Seekirchen am Wallersee

Wappen

Nachdem Seekirchen bereits im Jahr 1474 durch Erzbischof Eberhard III. von Neuhaus das Marktrecht erhalten hatte, verlieh Erzbischof Franz Anton Fürst Harrach der Marktgemeinde 1716 das 1930 überprüfte und am 24. Juni 1974 durch die Salzburger Landesregierung erneut verliehene Wappen. Dieses wird wie folgt beschrieben:

In gespaltenem Schild rechts in Rot ein silberner Balken, worin zwei aus den Feldrändern wachsende Unterarme, mit einer goldenen Stola umwunden, einander die Hände reichen. Der rechte Arm ist braun bekleidet (Mann), der linke nackt (Frau). Links in Blau über naturfärbigem Wellenschildfuß auf silbernem Boden eine silberne Kirche mit roten Dächern. Außerhalb, über dem oberen Schildrand nebeneinander die schwarzen Jahreszahlen 1424 und 1974.

Städtepartnerschaften

Seit 30. Mai 1968 besteht eine Städtepartnerschaft mit der hessischen Gemeinde Frankenberg an der Eder.[2]

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Stadt

Hauptartikel Töchter und Söhne der Stadt Seekirchen am Wallersee

Personen mit Bezug zur Stadt

Sonstiges

Bildergalerie

Seekirchen im Jahreskreis der Feste

weitere Bilder

 Seekirchen am Wallersee – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Seekirchen am Wallersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Fussnoten