Über den Gipfeln - Alpen aus der Vogelperspektive

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Titelbild Buch Über den Gipfeln - Alpen aus der Vogelperspektive
Buchtipp Über den Gipfeln - Alpen aus der Vogelperspektive.
Autor: Clemens M. Hutter
Verlag: Verlag Anton Pustet
Erscheinungsjahr:
ISBN 978-3-7025-0702-2

Verlagsbeschreibung

Wo der Adler seine Kreise zieht ...

Einst galten die Alpen als Sitz von Ungeheuern und Hexen oder als Versteck für Verbrecher und Deserteure. Dennoch wurden die Menschen von Bergschätzen wie Salz und Edelmetallen angelockt. Erst in der Zeit der Aufklärung erwachte das Interesse an den Alpen, und den Wissenschaftern folgten schließlich die Pioniere des Bergsteigens. Eisenbahn und Auto ebneten dem Massentourismus den Weg in die alpine Welt und verbesserten die kargen Lebensverhältnisse der Bewohner nachhaltig. Nationalparks und Schutzgebiete stellen sicher, dass urwüchsige Natur weiterhin eigengesetzliche Natur bleiben kann.

Der Autor zeichnet die Geschichte der Ostalpen vom "Urmeer" vor 220 Mio. Jahren bis zum "Dachgarten Europas" nach. Die großformatigen Luftaufnahmen des Alpenwelt Verlages entführen zu Blickpunkten, die weder Spitzenalpinisten noch Bergbahnen erreichen.

Rezension 1

Ein Buch mit eindrucksvollen Großaufnahmen von Gebirgen und mit viel interessantem Wissen

Fast 50 Zentimeter breite und gut 25 Zentimeter hohe Panoramabilder führen den Betrachter vom gewaltigen Kalkstock des Dachsteins über die Zentralalpen bis in die Dolomiten. Damit sich der Berge Unkundige orientieren kann, sind stets einige wichtige Gipfel im Bild nummeriert und erklärt. Ganz rechts neben den fast doppelseitigen Bildern informiert ein kurzer, in der Regel sehr informativer Text, über die Geschichte, Erstbesteigung, Sagen oder sonst Erwähnenswertes.

Aber nicht nur 64 Gebirge und Täler werden in Bild und Text in diesem Buch vorgestellt. Zwischendurch bieten verschiedene Beiträge Überblick über Geologie, Schätze der Alpen, die Menschen von einst und deren Berufe (Sauschneider, Herrgottschnitzer), die Entwicklung des Bergsteigens ink. einem eigenen Kapitel über die Frauen in den Bergen, über Transportmittel (Sesselträger u.a.), Aussichtsstraßen wie der Großglockner Hochalpenstraße, Gletscher, Gebirgskrieg im Ersten Weltkrieg sowie über Bräuche und Wallfahren in den Ostalpen.

Auf zwei Seiten sind grafisch die wichtigsten Erstbesteigungen dargestellt. Mit jedenfalls einer verwirrenden Information: Auf Seite 17 steht, dass der Hohe Dachstein erstmals 1819 von einem Salzburger Jäger im Auftrag des Erzherzogs Johann erstbestiegen wurde, was auch nach jüngster Geschichtsforschung korrekt ist. In der zweiseitigen Übersicht steht aber dann wieder das falsche Datum als Erstbesteigung, nämlich 1834 (von Peter Karl Thurwieser und den Brüdern Gappmaier).

Das Bildmaterial ist überwiegend gut, manche Bilder sind ausgezeichnet, manche leiden etwas darunter, dass es am Aufnahmetag (sehr) diesig war. Zwei, drei Aufnahmen zeigen einen sehr unnatürlich dunklen Kontrast und zumindest das Bild der Großglockner-Region mit der Pasterze ist schon etwas älter. Denn man sieht auf diesem Bild noch das Kaiser-Franz-Josef-Haus, das in dieser Form 1997 abbrannte. Aber die Pasterze ist dafür im Bild noch wesentlicher kräftiger als sie es heute ist.

Ein interessantes Buch mit viel Information und Bildern, die ich mir immer wieder gerne ansehe und neue Details entdecke.

Rezension 2

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Quelle