Alois Frauenhuber

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Alois Frauenhuber
Verleihung des silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um den Salzburger Tourismus durch LH-Stv. Wilfried Haslauer an Alois Frauenhuber am 4. Februar 2009

Alois Frauenhuber (* 8. Oktober 1948) ist Herausgeber des Tennengauer Regionalmagazins „hallo“.

Wirken

Mit seinen überaus erfolgreichen Veranstaltungen Mercato Bella Italia („Italienische Tage“ und „Italienische Nacht“), Kunsthandwerkermarkt und Weihnachtsmarkt in Hallein leistet Alois Frauenhuber einen wertvollen Beitrag zur positiven Entwicklung des Tourismus in der Keltenstadt. Diese Veranstaltungen erfreuen sich seit Jahren sowohl bei der einheimischen Bevölkerung als auch bei den Gästen großer Beliebtheit und sind aus dem Halleiner Stadtgeschehen nicht mehr wegzudenken.

Der Herausgeber des Regionalmagazins „hallo“ wirkte außerdem als Finanzreferent im Vorstand des Tourismusverbandes Hallein - Bad Dürrnberg bis Ende 2012 aktiv am guten Funktionieren des Verbandes mit. Frauenhuber hat sich mit seinen − großteils ehrenamtlichen − Tätigkeiten besondere Verdienste um den Tourismus erworben. Dafür erhielt am 4. Februar 2009 das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um den Salzburger Tourismus.

2013: Kreatives Urgestein des Halleiner Tourismus wird 65 – Alois Frauenhuber

Gastgeschenke von den venezianischen Gondolieri an Alois Frauenhuber bei seinen italienischen Tagen 2009

Ein Portrait, geschrieben von Peter Krackowizer.

„Wo ist Alois?“ – ob beim „Mercato bella Italia“ mit den italienischen Markttagen und der „Italienischen Nacht“ oder beim Kunsthandwerksmarkt - Alois Frauenhuber ist immer gefragt. Und wenn er nicht gerade auf seinen Märkten werkelt, schreibt er für sein Regionalmagazin „hallo“. Unterhält man sich mit ihm, muss man manchmal zwei Mal nachfragen, um sein Gesagtes zu verstehen. Aber das was er sagt, hat immer Geist und Sinn!

Vom Drogisten-Lehrling zum Journalisten

Am 8. Oktober 2013 vollendet dieser Organisations-Unruhegeist sein 65. Lebensjahr. Er kam im Alter von 14 Jahren zu seiner Tante nach Hallein, wo er bei Jacoby Pharmazeutika als Drogisten-Lehrling anfing. Doch er wechselte seinen Beruf, wurde Jeans-Verkäufer in seinem eigenen Laden in Salzburg. Dann aber kehrte er wieder nach Hallein zurück, wo er von Helmut Reisinger die Obmannschaft der "Interessens-Gemeinschaft für Handel und Gewerbe der Stadt Hallein" übernahm. Der heutige Verein „Gemeinsam für Hallein“ hatte also das Rad nicht neu erfunden.

Mit dem Herausgeber der "Halleiner Zeitung"", Odo Stierschneider, schuf er ein "Shopping-Journal". Was zur Folge hatte, dass Alois seine Jeans-Läden schloss und sich fortan nur noch den Interessen der Halleiner Kaufleute widmete. 1996 wurde die "Halleiner Zeitung" und so auch das "Shopping-Journal" eingestellt, was Alois Frauenhuber dazu inspirierte, 1998 die "Tennengau-Rundschau" herausbringen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnte er seine „Viruserkrankung“ – Journalist mit Leib und Seele – nicht mehr verbergen. Er wurde Herausgeber, Redakteur, Inseratenwerber und Gestalter seiner eigenen Zeitung in einer Person.

Marathon-Läufer und Organisationsgenie

Schon 1993 war er von einem anderen Virus der besonderen Art befallen worden – Hallein soll das neue Zentrum „Italiens nördlich der Alpen“ werden, zumindest für einige Tage im Jahr. Befallen wurde er von diesem Virus in jenem Jahr bei einer Opernaufführung unter freiem Himmel in dem südtoskanischen Städtchen San Gimignano. Mitgerissen von der italienischen Atmosphäre entstand in seinem Kopf die Idee, Ähnliches in Hallein zu inszenieren. Etwas Herausragendes wollte er auf die Beine stellen, genauso herausragen wie die berühmten Geschlechtertürme von San Gimignano, die auch weithin in der Landschaft sichtbar sind.

Gedacht, getan. Der Weg führte ihn über den italienischen Botschafter hierzulande zu Produzenten Spezialitäten, zu Musikern, Winzern und anderem „fahrenden Volk“ in Italien. Und 1994 gab es dann erstmals den italienischen Markt samt italienischer Nacht in der Salz-, Kelten- und Stille Nacht“-Stadt Hallein. Es dauerte auch nicht lange, bis andere Orte auf diese geniale Veranstaltung aufmerksam wurden und diese zu kopieren begannen. Aber wie oft im Leben – Kopien sind eben nicht Originale und Originale stehen und fallen mit ihrem „Vater“, in diesem Fall mit Alois Frauenhuber.

Der Chor „Alpino Trentino“, die „Complesso di Bandistica di Fagagna“, eine Musikkapelle aus der friaulischen Gemeinde Fagagna, der Pasta-König Stefano Ravarini aus Bologna, der furlanische Winzer Valerio Mossio, die beiden Brotbäcker aus Apulien, die Fahnenschwinger aus dem toskanischen Volterra, Roberto, der Mozarella-Produzent aus Kampanien und unzählige weitere Akteure haben seit nunmehr 20 Jahren alljährlich am ersten Wochenende im August Hallein zu einer brodelnden italienischen Metropole gemacht. Wer Alois Frauenhuber kennt, weiß, dass er für diese und seine anderen Veranstaltungen Tag und Nacht schuftet, denn es sind unzählige Vorarbeiten notwendig. Das sieht aber niemand, die Menschen erleben „nur“ Jahr für Jahr ein italienisches Hallein! Da ist der unnötige Kleinkrieg des Vereins „Gemeinsam für Hallein“ fast schon kindisch. Warf dieser doch Frauenhuber letztes Jahr vor, in seiner (ehemaligen) Funktion als Finanzreferent des Tourismusverbands Hallein - Bad Dürrnberg seinem Regionalmagazin „hallo“ ungerechtfertigte Druckkostenbeiträge gewährt zu haben. Er hätte damit mit Sonderpostwürfen im gesamten Tennengau auf seine italienischen Tage aufmerksam gemacht. Mag er ja haben, aber die Menschen kamen ja in Scharen nach Hallein und somit hatte die gesamte Halleiner Wirtschaft etwas davon.

Ein Leben für Hallein

Damit sind wir bei einer weiteren Facette des umtriebigen Alois Frauenhuber. Er hat zwei Herzen in seiner Brust. Das eine schlägt für seine Veranstaltungen, das andere pocht [hartnäckig] für „seine“ Stadt Hallein. Mit Weitblick und Geist erkannte er schon vor vielen Jahren, dass Hallein sich nicht mit jenen Städten messen könne, die durch weltberühmte Kulturgüter bekannt sind. Wohl aber sah [und sieht] er die Stärken Hallein in ihren vielen scheinbar unscheinbaren typischen Merkmalen und Eigenheiten. Diese herauszustreichen und sich damit von anderen Tourismusorten abzuheben, war [und ist] ihm stets ein Anliegen. In seinem Regionalmagazin greift er Positives wie Negatives auf, um so den Fokus der Menschen für das Wesentliche in „seiner“ Stadt zu schärfen. So sind drei Besonderheiten – die keltische Geschichte der Stadt, das Salz des Dürrnbergs und Franz Xaver Gruber, Komponist des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt – „Stille Nacht! Heilige Nacht!‎“, der seine letzten 28 Lebensjahre in Hallein verbrachte – auch Frauenhuber ans Herz gewachsen. Zumindest beim letzten Merkmal, jenes, Hallein als eine „Stille Nacht“-Stadt zu positionieren, muss Frauenhuber nun zusehen, wie nach dem Vorstandswechsel im Tourismusverband im letzten Jahr dieses nicht mehr vorrangig zu sein scheint. Die neue Riege im Tourismusverband setzt ganz auf Stadt-Marketing und Einkaufen. Das „Stille Nacht Museum“ wurde geschlossen und soll nur mehr in der Adventzeit aufgesperrt werden. Nichtsdestotrotz erhielt Alois Frauenhuber am 4. Februar 2009 die Auszeichnung des „Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um den Salzburger Tourismus“ vom Land Salzburg verliehen.

Der Mensch Alois Frauenhuber

Für ihn bedeuten die Begriffe „Foto“ und „Bild“ Unterschiedliches, die Sprache ist für ihn ein mächtiges Instrument, etwas mitzuteilen, vorausgesetzt, man verwendet die richtigen Worte. Und über beides lässt sich trefflich mit Alois Frauenhuber diskutieren. Nicht immer kann man seinen teilweise doch philosophischen Aussagen folgen, aber im Grunde weiß dieser Mensch viel zu sagen. Es ist aber wie oft im Leben: Propheten im eigenen Land haben es [immer] schwer[er].

Seine ersten 65 Lebensjahre waren eine stete Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. Die letzten 20 davon waren dem Organisieren von Veranstaltungen gewidmet, die Hallein weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Und die Halleiner Wirtschaft freut sich wohl auch, wenn er noch lange sein Regionalmagazin „hallo“ herausbringen wird. Wo sonst könnten sie sonst ihre „Moonlight Shoppings“, adventlichen Erstrahlungen der Stadt und andere Einkaufsveranstaltungen besser ankündigen? Rosen züchten, so kann man in einem anderen Beitrag zu seinem 65. Geburtstag lesen, wird er nun aber auch nicht in Zukunft. Sich dem widmen, was ihm Spaß und Freude macht, sei seine Richtung für die nächsten Jahre, so liest man weiter. Nun ja, was wird sich dann ändern? Kreatives Organisieren von Italien in Hallein und Verkündigen, was er verkünden möge in seinem „hallo“ waren doch schon bisher sein Lebenselixier?

Es war ein kleines Inserat in seiner eigenen Sache, damals im Herbst 2008 – „suche freien Mitarbeiter, der gerne über Ereignisse in seiner Heimatgemeinde berichtet“, das mich mit Alois und dem Journalismus zusammenbrachte. Alois Frauenhuber gab sein Wissen gerne weiter, vorausgesetzt, man fragte zwei Mal nach, um ihn auch richtig zu verstehen. Aber dann verstand man das Wissen diesen Urgesteins in der Halleiner Veranstaltungs- und Medienwelt. Der „freie Mitarbeiter“ von damals wünscht dem Alois Frauenhuber von heute zu seinem Geburtstag, er möge auch weiterhin immer das richtige Wort finden!

Quellen