Burg der Haunsperger

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Skizze der Burg Haunsdorf

Die Burg der Haunsperger war der Sitz der Haunsperger im heutigen Gemeindegebiet von Nußdorf am Haunsberg im Ortsteil Schlößl (St. Pankraz am Haunsberg).

Geschichte

Eine erste Erwähnung der Burg Haunsperg findet sich um 1150 als Ort einer Übergabe der Haunsperger an das Erzstift St. Peter in einer Urkunde. 1211 wird auf der oberen Burg Haunsperg der Burgpfleger vom Edlen Gottschalk von Haunsperg eingesetzt. Eine weitere Urkunde aus 1260 nennt Heinrich von Haunsperg zusammen mit Karl von Göming, den Kalhamern und Tannern als Zeugen.

Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf übergab ein Geldgeschenk als Morgengabe an Ulrich von Haunsperg und seinen Frau Adelein, Tochter des Ortwein von Bergheim. 1464 ist der Salzburger Hofmarschall Christoph Trawner, Pfleger auf Haunsperg.

Ein Blitzschaden aus 1583 wurde erst 1589 repariert.

1603 vereinigte man die Pflegen Laufen und Haunsperg. 1612 heißt es im Stockurbar: "ist in lannger Zeit nit bewohnt oder undterhalten worden, dahero die Tachungen und Pöden alle eingefault, die Gemeüer ausgewaschen und dermassen verdorben sein, das niemandt mehr daselbs (...) hausen oder wohnen kündte. Sonst ist in solchem Schloß ain Khirchl, darinen der Gottesdienst durch ainen Pfarrer zu Berndorf jährlich etlich mahlen verricht würdet, bishero vndterhalten worden. (...)"

Noch zweimal wurde die Burganlage verstärkt, das war 1615 und 1646, dann aber dem Verfall preisgegeben. Nachdem eine Abtragung im Jahr 1727 abgelehnt wurde, verwendete man 1790 Steine zum Bau des Gestütstadels und Säulen für den Fasangarten im Jagdschloss Weitwörth.

Nur die Burgkapelle blieb stehen, aus der sich die St.-Pankraz-Kirche entwickelte.

Quelle