Konrad IV. von Fohnsdorf

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Wappen des Konrad

Konrad IV. von Fohnsdorf, auch Konrad IV. von Breitenfurt (* 1254; † 25. März 1312 in Salzburg), war Erzbischof von Salzburg.

Leben

Seit 1281 gehörte Konrad IV. als Domherr und Scholasticus dem Salzburger Domkapitel an. 1285 wurde er zum Bischof von Lavant ernannt. Konrad war kein unmittelbarer Kandidat für die Nachfolge des Erzbischofs Rudolf I. von Hohenegg gewesen. Herzog Stephan von Niederbayern und der Abt des Benediktinerstifts Admont Heinrich II.[1][2], galten als die beiden aussichtsreichen Anwärter. Doch Papst Nikolaus IV. gefielen beide nicht und so ernannte er am 26. Jänner 1291 Konrad IV. zum Erzbischof von Salzburg.

Konrad hatte von Beginn seiner Regentschaft an mit zahlreichen Problemen zu kämpfen: da waren einerseits die Salzburger selbst, die lieber den Sohn Ottos als Erzbischof gesehen hätten, und da war aber auch Abt Heinrich, der − gekränkt wegen der Ablehnung des Papstes − gegen Konrad arbeitete. Nachdem er in Rom Weihe und Pallium empfangen hatte, konnte Konrad IV. gegen den Widerstand des Domkapitels, der Ministerialen und der Bürger, die sich mit Herzog Otto von Niederbayern verbündet hatten, erst im September 1291 in seiner Metropole einziehen. Unterstützt von einem stattlichen Gefolge Kärntner und steirischer Ritter zwang er die Bürgerschaft von Salzburg ihm zu huldigen. Er nahm auch gleich die Gelegenheit wahr, um die baierische Pfalz (vermutlich beim Waagplatz) zu zerstören und errichtete dort ein festes Haus.

Noch im selben Jahr konnte er aber mit Herzog Otto Frieden schließen. Aber der Gegensatz zu Albrecht I. von Habsburg verschärfte sich immer mehr. Am 1. Jänner 1292 vereinigte sich Konrad IV. mit dem aufständischen Adel der Steiermark und Kärntens zum Deutschlandsberger Bund, dem später auch der Baiernherzog Otto beitrat. Nach wechselvollen Kämpfen, in deren Verlauf er den Kärntner Herzogssohn Ludwig gefangengenommen hatte, einigte er sich im Mai 1293 mit Albrecht I. im Frieden von Linz. Wegen des Salzwerkes, das Albrecht I. im Gosautal errichtet hatte, eröffnete Konrad IV. auf das falsche Gerüchte vom Tode des Habsburgers im November 1295 mit bayerischer Hilfe erneut den Krieg gegen Österreich. Erst ein Friedensabkommen vom 24. September 1296 machte aber der langen Fehde ein Ende.

Nach der endgültigen Wahl Albrechts I. zum König empfing Konrad IV. im November 1298 in Nürnberg die Regalien. Bereits 1301 sandte er dem König ein Salzburger Kontingent für den Krieg am Rhein. Konrad IV. nahm an Albrechts Feldzügen gegen Böhmen 1304 und 1306 persönlich teil und kämpfte als Verbündeter des Königs 1307 erfolgreich gegen Kärnten. Nach dem Tode Albrechts I. ließ sich Konrad IV. auf Seiten der Habsburger in einen Krieg mit den Herzögen Otto und Stephan von Niederbayern ein. Dieser Krieg konnte erst am 2. Februar 1311 in Salzburg durch einen Vertrag beigelegt wurde. Durch seinen Parteiwechsel von Bayern zu den Habsburgern hatte Konrad IV. die Außenpolitik des Erzstiftes für die Zukunft festgelegt.

In der Innenpolitik gelang es dem prunkliebenden Konrad IV. trotz der zeitweise erhöhten Salz- und Straßenmauten nicht, die Finanzen des Erzstiftes zu sanieren. Einen bedeutenden Erfolg stellte jedoch der endgültige Erwerb der Grafschaft Gastein dar, der letzten großen Enklave innerhalb des geschlossenen erzstiftischen Territoriums, das Konrad IV. 1297 mit Hilfe zweier Regensburger Juden um 600 Mark Silber von Bayern kaufte. Der Kaufpreis wurde in Raten zurückbezahlt.

Um 1300 kam Konrad in den Besitz der Burg Finstergrün in Ramingstein im Lungau. Am 28. Juni 1306 erwähnt er in einer Urkunde die früheste Erwähnung des Untersberg als Vndransperch.

Konrad IV. wurde nach seinem Tod im Salzburger Dom begraben. Kurz nach seiner Beisetzung brach ein großer Brand in der Stadt aus, der auch den Dom in Mitleidenschaft zog.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Einzelnachweise

  1. siehe Ennstalwiki → enns:Heinrich II. (Abt)
  2. Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im Ennstalwiki, einem Schwesternwiki des Salzburgwikis


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13. Jahrhundert
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