Eschenau

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Eschenau

Eschenau ist eine idyllische Ortschaft der Pinzgauer Marktgemeinde Taxenbach. Bis zu ihrer Eingemeindung 1939 war sie die eigenständige Gemeinde Eschenau. Heute bildet sie eine eigene Katastralgemeinde.

Geografie

Eschenau hat eine Fläche von 1 173 ha. Das Eschenauer Hochplateau befindet sich nördlich des orographisch linken Salzachufers. Die Kirche liegt auf 863 m ü. A.. Das Gebiet gehört zu den Pinzgauer Grasbergen. Deutlich sichtbar sind noch eiszeitliche Moränen. Eschenau weist keinen Nadelwaldbestand auf, dafür finden sich viele Laubbäume wie Linden, Ulmen, Eschen, Bergahornbäume. Die Umgebung der Siedlung ist mit seinen Wiesen von der Viehwirtschaft geprägt, auch wenn die Bedeutung der Landwirtschaft wie überall auch in Eschenau abgenommen hat.

Jüngste Geschichte und Gegenwart

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges hatte sich Heinrich Himmler nach Eschenau geflüchtet und mitsamt seinem Stab einige Wochen hier aufgehalten. Bei Fliegeralarm ließ er sich mit seinem Sonderzug in den Eisenbahntunnel bei Eschenau verschieben.

Eschenau ist Sitz der Salzburger Tauernlamm-Genossenschaft, die von Robert Zehentner, Hackerbauer in Eschenau, zusammen mit anderen Bauern im Jahr 1979 nicht ohne Widerstand alteingesessener Interessensverbände gegründet hat. Zehentner war früher Landtagsabgeordneter (SPÖ) und ist heute, im Jahr (2012), Mitglied des Bundesrates und Landwirtschaftskammerrat.

Ereignisse

In der Nacht von Donnerstag, 28. Mai, auf Freitag, 29. Mai 2020, kam es zu einem Feuer in einer Lagerhalle in Eschenau. In einer Lagerhalle einer Möbeltischlerei brach am Donnerstag um kurz vor Mitternacht ein Feuer aus. Der Besitzer wurde beim Versuch, den Brand selbst zu löschen, verletzt und anschließend vom Roten Kreuz versorgt. Die Halle mitsamt den eingestellten Möbelstücken ist vollständig abgebrannt. Man geht derzeit von einem Schaden von mehreren hundert Millionen aus. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Taxenbach waren Löschzüge der Feuerwehren aus Lend, Dienten am Hochkönig, Rauris und Zell am See im Einsatz. Insgesamt 170 Einsatzkräfte waren zur Stelle.[1]

Bildergalerie

Quellen

  • Josef Lahnsteiner: Unterpinzgau. Zell am See, Taxenbach, Rauris. Geschichtlich und heimatkundlich beschrieben., Hollersbach, Pinzgau, Selbstverlag 1960
  • Franz Martin: Kleine Landesgeschichte von Salzburg, 4. Auflage, erweitert und neu bearbeitet von Heinisch, Reinhard Rudolf, Verlag der Salzburger Druckerei 1971
  • Reformation, Emigration, Protestanten in Salzburg, Katalog zur Ausstellung auf Schloss Goldegg 1981, HG Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung
  • Salzburger Chronik vom 19. April 1928, S. 5

Einzelnachweis

  1. www.sn.at, 29. Mai 2020