Ferdinand Steindl

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Hofrat Dr. iur. Ferdinand Steindl (* 7. März 1922; † 28. Jänner 1975)[1] war Salzburger Landesbeamter und in seiner Jugend Mitglied einer Widerstandsgruppe.

Leben

Steindl wurde am 24. August 1940, wenige Monate nach seiner Matura, wegen Unterstützung der katholischen, österreichisch-patriotischen Salzburger Widerstandsgruppe „Österreichische Heimatfront“ verhaftet. Laut Anklageschrift hatte Steindl im Sommer 1940 diese Gruppe, „deren Ziel die gewaltsame Losreißung der Ostmark vom Reich und die Errichtung einer ständischen Verfassung gewesen ist“, durch Sammeln von Geldspenden und Flugschriftenverteilung unterstützt. Er blieb bis zum April 1943 inhaftiert. Nach der Haftentlassung konnte er im Wintersemester 1943/44 an der Universität Innsbruck sein Jusstudium aufnehmen. Nachdem aber am 18. Februar 1944 der Postangestellte und Widerstandskämpfer Johann Graber wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ hingerichtet worden war, wurde u.a. auch das Verfahren gegen Steindl wieder aufgenommen. Am 9. März 1944 wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt: „Der Angeklagte Steindl hat sich im Sommer 1940 in Salzburg kurze Zeit im Rahmen einer legitimistischen Organisation betätigt, indem er in geringem Umfange Flugschriften weitergegeben und einen Betrag von 5 Rmk. weitergeleitet hat. Weil er damals eben erst 18 Jahre alt geworden war und obendrein die Tätigkeit von sich aus aufgegeben hat, wird er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt.“ Nach der Befreiung konnte Ferdinand Steindl im Wintersemester 1945/46 sein Studium an der Universität Innsbruck fortsetzen.[2]

Später war Steindl lange als Beamter der Abteilung V (Gewerbeabteilung) des Amtes der Salzburger Landesregierung tätig.

Quellen