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Fest der Kontinente in Hochburg-Ach

Am Standort des afrikanischen Engelsflügels wurde den ganzen Tag getrommelt, getanzt und gefeiert
Studenten aus etlichen afrikanischen Staaten musizierten und kochten gemeinsam mit Hochburger Vereinen
Vier Chöre und die Musikkapelle Hochburg-Ach begleiteten musikalisch die Friedensmesse in der Pfarrkirche Hochburg
Die Goldhaubenmädchen aus Hochburg-Ach hatten für die Ehrengäste kleine Blumensträußchen vorbereitet
Rund 3 000 Besucher waren dabei, als die Skulpturen des Franz Xaver Gruber Friedensweges gesegnet wurden

Das Fest der Kontinente in Hochburg-Ach fand am Sonntag, den 3. Juni 2012, in der Innviertler Gemeinde Hochburg-Ach in Oberösterreich anlässlich der Eröffnung des Franz-Xaver-Gruber-Friedenswegs statt.

Inhaltsverzeichnis

Über 3 000 Gäste kamen zum Friedensweg

Afrikanische Tänzerinnen und Trommler in ihren bunten Gewändern erweckten den „schwarzen Kontinent“ zum Leben, das chinesische Gesangsduo Cecilia und Nan brachte fernöstliche Klänge dar, aus Australien war der dumpfe, melodische Klang des Didgeridoo zu hören und in Europa sangen die Damen von „Phühamania“ mit den Herren der „Wanghausner“ um die Wette. Die Feier zur Eröffnung des Franz Xaver Gruber Friedensweges in Hochburg-Ach entwickelte sich zu einem großartigen Fest der Kontinente, dessen Magie sich auch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Altbischof Maximilian Aichern nicht entziehen konnten.

Neues Ortsbild und neues Wahrzeichen

Seit vergangenem Sonntag hat Hochburg-Ach ein neues Ortsbild und der Friedensbezirk Braunau am Inn ein neues Wahrzeichen: Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr bringen, verewigt in bronzenen Skulpturen vor dem Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus, der Heiligen Familie und dem Jesuskind das Lied „Stille Nacht“ dar. Das wohl bekannteste Friedens- und Weihnachtslied der Welt, das hier im oberösterreichischen Innviertel seine Wurzeln hat, bekam so endlich ein würdiges Denkmal gesetzt. Neben der Hauptskulptur flankieren bronzene Engelsflügel, die symbolisch jeweils einen Kontinent umschließen, den rund zwei Kilometer langen Friedensweg. Jedem Erdteil wurde dabei ein eigener, typischer Platz bereitet, der zum Verweilen einlädt und Informationen über Geschichte und Geschichten des Kontinents bereit hält.

Über 3 000 Besucher feierten mit den Hochburg-Achern die offizielle Segnung und Eröffnung des Friedensweges – mit einer grandiosen Friedensmesse mit vier Chören, kulinarischen und musikalischen Ausflügen in die fünf Erdteile, jeder Menge Prominenz und einem feierlichen, besinnlichen Rundgang. Alle Vereine der Oberinnviertler Gemeinde hatten gemeinsam ein Fest organisiert, das ganz nach dem Motto „Stille Nacht – ein Lied geht um die Welt“ tatsächlich rund um die Welt führte.

„Das schaffen die nie!“

Berührend und ehrlich waren die Worte der Festredner: „Als die Hochburger Delegation erstmals zu mir kam und das Projekt vorstellte, war mir klar, die schaffen das nie…!“ erinnerte sich etwa der Burghauser Bürgermeister Hans Steindl, der in weiterer Folge den Friedensweg mit einem sehr beachtlichen Betrag unterstützte und auch künftig das Thema Friede und Stille Nacht als grenzüberschreitendes Partnerprojekt sieht: „Das war erst der Anfang!“ Landeshauptmann Pühringer erinnerte daran, wie wichtig und kostbar der Friede ist: „Während wir hier feiern, werden weltweit 70 Kriege geführt. Es kann in unserem Land daher nicht genügend Zeichen für den Frieden geben!“ Und der Hochburg-Acher Bürgermeister Johann Reschenhofer bemerkte sichtlich gerührt, dass der Friedensweg die Gemeinde Hochburg-Ach und all ihre Bürger auf einzigartige Weise zusammengeschweißt habe.

Für die Franz Xaver Gruber Gemeinschaft ist der Friedensweg das beste Zeichen dafür, dass auch Unmögliches machbar ist. „Träume können wirklich wahr werden, wenn man an seine Ideen glaubt und zusammenhält!“ resümierte Obmann Gerhard Haring, der vor Ort gerne liebevoll „Grubervater“ genannt wird, „Begeisterung und Herzblut sind einfach ansteckend!“

Mit dieser den Hochburg-Achern eigenen Begeisterung konnten das Land Oberösterreich, die Stadt Burghausen, die LEADER-Region Oberinnviertel-Mattigtal und etliche private Sponsoren gewonnen werden, die gemeinsam dieses Denkmal für Franz Xaver Gruber finanzierten.

Australien folgt im Herbst

Eine einzige Skulptur fehlte auch am Eröffnungstag noch: die von Australien. Der Platz für den Kontinent am anderen Ende der Welt ist zwar bereits perfekt aufbereitet und auch das Didgeridoo schallte am Eröffnungstag durch Hochburg, der bronzene Engelsflügel selbst ist aber noch im Atelier des Künstlers Hubert Flörl. Noch fehlt ein verhältnismäßig kleiner Restbetrag, um auch dieses letzte Element des Weges zu errichten. „Wir sind aber zuversichtlich, dass sich mit dem Erlös des Festes und einigen großzügigen Menschen, die sich vielleicht in den nächsten Tagen noch finden, bis zum Herbst auch diese letzte Lücke am Weg noch schließen lässt!“ zeigt sich Gerhard Haring überzeugt.

Doch selbst dann, wenn im Herbst der australische Engelsflügel vor dem alten Bundwerkstadel in Hochburg erstrahlen wird, ist die Arbeit der vielen freiwilligen Mitarbeiter der Franz Xaver Gruber Gemeinschaft nicht abgeschlossen. Am 25. November wurde anlässlich des 225. Geburtstages des Komponisten eine stimmungsvolle Laternenwanderung am Friedensweg geplant. Im Dezember, traditionell am 3. Advent-Wochenende, kommt das Historienspiel „Die Suche nach der Stillen Nacht“ in der Pfarrkirche Hochburg zur Aufführung und auch das Fest der Kontinente wird seine Fortsetzung finden. Per Handschlag wurde noch am Festabend vereinbart, dass in Hochburg-Ach auch im Sommer 2013 wiederum eine „Reise um die Welt“ stattfindet.

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