Filialkirche zu den Hll. Laurentius und Benno

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Filialkirche zu den hll. Laurentius und Benno

Die Filialkirche zu den Hll. Laurentius und Benno ist ein denkmalgeschütztes Objekt in der Pinzgauer Stadt Saalfelden am Steinernen Meer im Stadtteil Lenzing.

Geschichte

Die erste Lenzinger Kirche zählt wohl zu den ältesten christlichen Stätten des Pinzgaues. Nach dem Sieg über die Magyaren auf dem Lechfeld am Laurentiustag des Jahres 955 erhielten viele Kirchen diesen Heiligen als Patron.

Der heutige Bau, der über dem kleineren Holzbau errichtet wurde, stammt aus der Gotik. Die Vorhalle dürfte aus dem 17. Jahrhundert stammen. Es fehlen aber dafür schriftliche Aufzeichnungen. Die Flachdecke wurde nach einem teilweisen Einsturz des gotischen Gewölbes 1752 eingezogen. Aus der Gotik stammt auch die Darstellung des Jüngsten Gerichtes an der inneren Westwand. Die Sakristei wurde 1684 an der Ostseite angebaut. Seit dem 17. Jahrhundert gilt der heilige Benno als zweiter Kirchenpatron.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Lenzing eine rege Bautätigkeit, sodass die Gläubigen in der kleinen Kirche kaum Platz fanden. Der Bau sollte abgerissen werden, dies konnte aber in letzter Sekunde verhindert werden.

Innenraum

Der Hochaltar aus dem Jahr 1667 stammt von dem Tiroler Brüderpaar Benedikt und Wilhelm Faistenberger. Die Plastiken stellen die beiden Kirchenpatrone dar, das Altarblatt zeigt die Heilige Familie bei der Rast während der Flucht nach Ägypten. Die Benno-Statuette an der Nordseite dürfte um 1600 entstanden sein. Ein Grabmal für einen Wohltäter dürfte aus der Zeit nach 1600 errichtet worden sein. An der Nordwand befinden sich zwei in Secco-Technik gemalte Wandbilder (Madonna mit dem Kind, umgeben von 15 Rosenkranz-Medaillons, und Marienkrönung mit den Heiligen Sebastian und Rochus).

Quelle