Franz Schweitzer KG

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Die Salzburger Textilfirma Franz Schweitzer KG war von 1884 bis 2015 im historischen Haffner-Haus in der Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger Altstadt beheimatet. Am 4. Juli 2015 musste der Geschäftsführer in vierter Generation, Willi Schweitzer, das Unternehmen schließen.

Geschichte

Schweitzers Urgroßvater hatte 1884 mit der Eröffnung eines Stoffgroßhandels und dem Erwerb des Altstadthauses den Grundstein für den Traditionsbetrieb gelegt. Das Unternehmen begann mit einem Tuchgroßhandel. In den besten Zeiten waren 24 Mitarbeiter beschäftigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Einzelhandel dazu. Das Unternehmen entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Modestoff-Fachgeschäft mit Maßservice für Bettwäsche und Tischwäsche. Darüber hinaus wurde eine eigene Näherei eingerichtet.

Nach dem Tod von Schweitzers Großvater fuhren Großmutter und Großtante mit dem Geldkoffer durch Österreich, um Stoffe einzukaufen. Frauen hätten damals keine Ware gegen Rechnung bekommen. In den 1950er Jahren übernahmen Schweitzers Vater Willi und sein Onkel Franz die Geschäfte.

Willi Schweitzer musste 2015 zur Kenntnis nehmen, dass das Bewusstsein für Qualität sinkt. Es war unmöglich, mit Angeboten von Einrichtungshäusern oder Supermärkten mitzuhalten, die den Kunden beste Baumwollqualität suggerierten, für eine Garnitur Bettwäsche aber nur 25 Euro verlangten. Zudem habe sich das Einkaufsverhalten in den Jahren davor rasant verändert: Viele Kunden kämen ins Geschäft, um sich beraten zu lassen, um das gleiche Produkt dann online zu kaufen. Außerdem würden viele Konsumenten zunehmend bei Dingen sparen, die nach außen nicht sichtbar seien, und Bettwäsche gehöre genau in diese Kategorie.

Quelle

Weblinks